Vaterlandsliebe.
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basis abzulösen, und die Abstraktion der späteren Zeit gefiel sich sogar darin, den Begriffdes TroX-ri/c als einen dem Gebiete der sittlichen Freiheit angehöreuden von dem einbloßes Naturverhältnis ausdrückendeu des zn unterscheiden (L.in in onins,
De ältksrontia, vooabulorum p. 115: xui bim//«-,.
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IIurpiÄr«! ol OoüXot rmx ' 7roX-r«r Oe ar k).rsö c^oi). Aber auch die Lake-
dämonier dachten gewiß nicht bloß an die heiligen Gebote des Staats, sondern auch anihre Abstammung von dem „unbezwungenen Herakles" und an Taygetos und Eurotas,wenn sie dem Athener Tyrtaios nachsangen: „Ja, ruhmwürdig erlag, wer, ein tapfererMann, bei der Streiter Vordersten fiel in dem Kampf, schirmend das heimische Land;"und auch uns mutet dieses griechische Wort ganz anders an, als die reflektierte Nach-dichtung des Römers Horatius. Auch der Dorier fühlte mit dem Athener mehr, alsder Römer bei seinem: „Hannibal anto xortas!" als der persische Barbar sich unter-stand, seinen Fuß auf den heiligen Boden Griechenlands zu setzen, und als es galt,in einem heiligen Krieg Abwehr und Sühne dieses Frevels zu suchen und für die Kämpferselbst, wieSimonides bezeugt, den edelsten, unvergänglichen Ruhm. Und man brauchtnur des Sophokles herrlichen und ergreifenden Hymnus auf Kolonos zu lesen, um zu er-kennen, wie von des Atheners Vaterlandsliebe eben die Liebe zu diesem von allen Götterngesegneten Boden unzertrennlich war. Auch in jener Lobrede, welche Perikles (Thukyd.II. 35 ff.) dem athenischen Gemeinwesen hält, bricht durch den Preis der staatlichenEinrichtungen die stolze Freude hervor, ein Glied dieses hochbegabten Volkes, ein Be-wohner dieses gesegneten Landes zu sein. Und bei dem letzten athenischen Patrioten fandein deutscher Patriot voll feinen Verständnisses für die Größe und Schönheit des klassi-schen Altertums jene Reden voll feuriger Vaterlandsliebe, welche das deutsche Volk mahnenkonnten, den von den französischen Unterdrückern entweihten heiligen Boden zu befreien(Demosthenes Staatsreden, übersetzt von Fr. Jacobs, 2. Aufl. 1833, S. XXI ff.— die erste Auflage war 1805 erschienen). — Trotz des verschiedenen, ja in mancherBeziehung geradezu gegensätzlichen Verhaltens der israelitischenVolkstümlichkeitgegen die griechische, hatten beide doch die in allen ihren drei Hauptmomenten sich be-thätigende energische Vaterlandsliebe mit einander gemein; nur daß diese bei dem alt-testamentlichen Volke, dessen ganzes Leben, im Gegensätze zu den heidnischen Völkern,deren Religionen selbst nur ein natürliches Produkt ihrer Nationalität waren, durch dasGesetz des sich offenbarenden einen, wahren und lebendigen Gottes bestimmt war, einebenso bestimmtes als eigentümliches religiöses Gepräge erhielt. Die Kinder Israelswußten sich als Glieder des Volkes, welches von Gott zu dem heiligen Berufe ausersehenwar, Träger seiner Offenbarung zu werden, ein Volk GotteS zu sein (2. Mos. 15, 13).Das Land, welches ihm von Gott verheißen und zugewiesen war, als eine natürlicheFestung geeignet, die seinen Bewohnern anvertrauten geistigen Güter gegen die Einflüsseder umwohnenden Heidenvölker zu schützen, war gleichfalls das Land Gottes (3. Mos. 25, 23).Und die Verfassung Israels beruhte auf dem Gesetze Gottes, in dessen Namen der Königzu regieren hatte (5. Mos. 17, 18—20). Es war ein heiliges Land, ein heiliges Volk,ein heiliges Gemeinwesen, welchem die Vaterlandsliebe der Israeliten galt. Für seineRüstung zu den Kriegen gegen die den heiligen Boden bedrohenden Feinde hatte es denbezeichnenden Ausdruck „einen Krieg heiligen" (Joel, 4, 9, — bei Luther 3, 14) undsolange es dem von Gott ihm angewiesenen Berufe treu blieb, gelang es ihm auch, indiesen heiligen Kämpfen selbst gegen übermächtige Feinde seine Selbständigkeit zu be-haupten. Als es dann seinen Abfall von der rechten theokratischen Politik zu einerPolitik gemeiner Weltklugheit, in welcher es die Konkurrenz mit den in Vorderasien sichbekämpfenden gewaltigen Nationen versuchte, mit Unterwerfung und Verbannung büßenmußte, da weinten die Verbannten, wenn sie an Zion gedachten und schwuren, daß ihrer