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9 (1887) Spanien - Vives
Entstehung
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515
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Turnanstalt. 515

,Die Klugesche Turnanstalt in Berlin" (Jahrbücher für Turnkunst, B. 7, S. 6 u. 8,sowie Band 14, S. 126).

Wo es jedoch der Raum irgendwie gestattet, wird man stets wol thun, statt derstellbaren Turngeräte feststehende anzubringen; die stell- und versenkbaren Einrichtungenwerden beim Gebrauche gar zu leicht wackelig und schadhaft. Nur Barreu, Springetund das Voltigierzeug sind für die Turnsäle tragbar zu machen, da sie für gewöhnlichbeiseite gestellt und dann an jedem gerade paffenden Orte in Gebrauch genommenwerden können. Zur Herstellung der Turngeräte bedient man sich am geeignetsten desHolzes; zu den Tragsäulen im Turnsaal ist Fichtenholz das geeignetere und wolfeilere,für den Turnplatz nimmt mau der Dauerhaftigkeit wegen gern festeres Holz von Eichen,Rüstern und Buchen.

Für die 'Griffflächen an den Hang- und Stemmgeräthen zieht man das elastischeEschen- und Buchenholz, auch Jungeiche vor. Eisenkonstruktionen geben schlechte Griff-flächen ab, machen die transportablen Turngeräte schwerfällig und verteuern die Turn-geräte um das Dreifache, sind indes haltbarer und werden neuerdings beim Reck vorgezogen.

Über Konstruktion der Turngeräte und der Turnhäuser nach verschiedenen Bedürf-nissen geben folgende Schriften nähere Auskunft:

Anleitung zur Einrichtung von Turnanstalten für jedes Alter und Geschlecht. VonW. Angerstein. Mit 35 Tafeln Abbildungen. Berlin, Weydling, 1863 (2 Thlr.).

Vier Blätter Werkzeichnungen von Turngeräten. Von Friedländer. Elbing, 1863(1 Thlr.).

Kurze Anleitung zur Einrichtung von Turnlokalitäten und Turngeräten, mit 3 lith.Taf. von I. Niggeler. Bern 1865.

Sieben Tafeln Werkzeichnungen von Turngeräten. Von I. L. Lion. Leipzig, Keil,1865 (1 Thlr.).

Turnhallenpläne nach Maß der württembergischen Turnordnung. Stuttgart 1866(2 fl. 30 kr.).

Wenn nun auch der Turnsaal Schutz gewährt gegen Kälte und schlimme Witterungund durchaus nötig ist für den regelmäßigen Betrieb der Leibesübungen, so macht er dochnicht die ganze Turnanstalt aus, es gehört dazu wesentlich ein freier Turnplatz mitschattigen Bäumen für das so außerordentlich wolthätige Turnen in frischer Luft und fürdie herrlichen Turnspiele. Die Größe des Turnplatzes wird sich immer nach der Turner-zahl richten; doch ist auf demselben gleichfalls ein größerer Raum für die Freiübungenund die Turnspiele frei zu halten, während die Turngeräte ringsum an den Seiten auf-zustellen sind. Als Minimum der Turnplatzgröße nimmt man 150200 Fuß im Geviertan; für einige in neuerer Zeit aus England eingeführte Spiele, namentlich Cricket undFußball reicht dies kaum zu. Zum Schutz gegen die Witterung werden die Turngeräteim Freien mit Ölanstrich versehen, wie die eingegrabenen Turngeräte gegen Fäulnis durchTheerüberzug und Ankohlung geschützt werden. Auf dem Turnplätze sind Sprung-, Wurf-und Laufbahnen in größerer Ausdehnung anzubringen, wobei man, wie überhaupt beiAufstellung der Turngeräte im Freien, Rücksicht auf den Sonnenstand während der Turn-zeit nehmen soll, damit die Turner während der Übung nicht von der Sonne geblendetwerden. Frisches Wasser zum Trinken vor den Turnübungen, wie zur Unterdrückungdes Staubes an den Springstellen ist für den Turnplatz dringendes Bedürfnis. Wennfrüher der Turnplatz ohne Turnhalle ein halbes Ding war, so ist nunmehr die Turnhalleem halbes Ding ohne Turnplatz; beide ergänzen sich für Sicherstellung eines gedeihlichenTurnbetriebes. M. Klosz.

Turnlehrer und Turnlehrerbildung. Wo man in der Entwickelungsgeschichte derVölker einer geregelten Pflege der Leibesübungen für den Zweck der körperlichen Erziehungbegegnet, da treten natürlich auch Lehrer der Gymnastik oder Turnlehrer auf. In denaltgriechischen Gymnasien amtierten als solche die Gymnasien und Pädotriben