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9 (1887) Spanien - Vives
Entstehung
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Trotzendorf.

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oorum perxotno ssss volobat), sodann Ciceros Officien, Reden, ferner livianische Reden,Terentius, Plautus, Ovidius; auch sollen des Erasmus oollogula und des Mosellanusxaeäologia in Goldberg gebraucht worden sein. Im Griechischen wurden nächst denElementen die panlinischen Briefe und Isokrates erklärt. Wie viele Zeit er täglich demUnterricht überhaupt und jedem einzelnen Fach insbesondere widmete, finden wir nichtangegeben; nur heißt cs, habe er jeden Tag eine Stunde der Widerholung gewidmet,auch jede Woche zwei exoroitia stM, eines in gebundener, das andere in ungebundenerRede angestellt, wozu er immer ernste und wichtige Aufgaben aus dem Gebiete derTheologie oder Philosophie, niemals aber matsriam otiosam aut jsjunam wählte. Alseine dritte Übung kamen Disputationen hinzu, indem Fragen und Sätze aus der Ethikoder Dogmatik vorgelegt wurden, die er teils selbst erörterte, teils durch einen Schülervorbereiten und erörtern ließ. Die Soripta forderte er zwar ein und sah sie an (in-sxiowbat), aber las sie selten völlig durch (raro xsrlogsbat), weil er keine Zeit hatte.Bemerkungen besonders über Stilbildung wurden sowol im allgemeinen als im besonderenfür jeden einzelnen nach Bedürfnis gemacht. Der Vortrag selbst in seinen Lehrstundenwar, um die Schüler in Spannung und Aufmerksamkeit zu erhalten, katechetisch, pras-leetiombus misosbat sxamina yuasstionibus motis aut proxositis ssntentiis oto. Dazukam die tägliche Übung des Lateinredens im gewöhnlichen Leben der Anstalt, welches soan der Tagesordnung war, daß Knechte und Mägde Latein redeten und man meinenkonnte, Goldberg sei in Latium gelegen *). Als weitere Lehrgegenstände führt die Schul-ordnung von 1548 (s. u.) noch an Musik und Arithmetik und xrinoixia xbilosoxbiaellnturalis et inoralis, was auch mit anderen aus der Melanchthonschen Schule her-vorgegangenen Schulordnungen des Jahrhunderts übereinstimmt. Wenn dann weiterberichtet wird, daß in Trotzendorfs Schule auch gelehrt wurden Theologie, Jurisprudenz,Medizin, Historie, römische und griechische Altertümer, Physik, Mathematik und unterden dortigen Lehrern auch ein wolbesoldcter Jurist und ein spbaorista genannt wird;so darf man nicht glauben, daß dies besondere, im Lektionsplan mit eigenen Stundenbedachte Unterrichtsgegenstände gewesen seien (Löschte S. 47). Man hat sich vielmehrzu erinnern, daß damals weder die Gebiete der Universität und des Gymnasiums, nochauch die der einzelnen Wissenschaften so bestimmt von einander abgegrenzt gewesen seienund daß Trotzendorf doch auch manche Schüler haben mochte, wie man sie jetzt noch inden Privaterziehungsanstalten finden wird, die ihre Ausbildung an der Anstalt selbst zueinem Abschluß bringen und keine Universität beziehen wollten, die dann aber doch miteinem gewissen Vorgeschmack der höheren Wissenschaften ausgcstattet werden sollten.

In der dem Herzog Friedrich III. von Liegnitz vorgelegten kurzen Schulordnung(Pinzger S. 53) stellt Trotzendorf die Forderung, daß zur Erhaltung der Isotiones,exeroitia sto. und der Schulzucht aufs wenigste sechs Personen gehören: 1) ein Schul-meister, 2) ein Nagistor pbilosopbias und Professor der griechischen Sprache, 3) einsoxlüsta, 4) ein grainmatious, 5) ein Kantor, der ein ziemlicher Musikus sei, 6) einKatechete.

Der Hauptgegcnstand und gleichsam die Signatur seines Unterrichts, über desseninnere Beschaffenheit nur sehr wenige Nachrichten vorhanden sind (Löschte S. 39), warenReligion und Grammatik, beide in engstem gegenseitigen Zusammenhang. Dennda er aufs innigste überzeugt von der Wahrheit der evangelischen Lehre in allem auf dieDuelle der heiligen Schrift zurückgehen mußte, so war ihm vie Auslegung derselben vonhöchstem Werte. Dazu aber bedurfte er die Kenntnis der alten Sprachen und dieGrammatik war ihm das Mittel, die Schätze der göttlichen Weisheit aus dem Wort

*) i4tyus ita romanam linguam traust'aäit in omnss,turpo nt baborstur tsntonieo oro loyal;

Luälsses kamuloo üunalasyus latina sonars;

OolckberZam ia Imtio erockeres esse sitam.

Aus einer Inschrift in der Kapelle zu Liegnitz.

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l- Enchklopiidie. IX. 2. Äufl.