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9 (1887) Spanien - Vives
Entstehung
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Trotzendorf.

aus Spanien, Hadrianns, unter Gegenleistung durch häusliche Bedienung, hebräisch lerntewährend eines fünfjährigen Aufenthalts daselbst aber als beständiger und fleißiger ZuhörerLuthers und Melanchthons sich an den letzteren eng anschloß, daß er bemüht warnicht nur seine Gedanken, sondern auch seine Worte beizubehalten und sich zu versündigenglaubte, si n xraoserixtu normu vol Irrtum unZusm äisooäsrot ^ 71101 - 71 «,^

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Im Jahre 1519 begleitete er mit einigen hundert Studenten Luther zu der berühmtenLeipziger Disputation. Die folgenden Jahre verlebte er als Privatlehrer in Wittenbergund hielt unter anderem Vorträge über die panlinischen Briefe. Er wollte die Grund-sätze der neuen Lehre aus den Quellen studieren und hat von dieser Zeit an niemalsdas Studium der Theologie aus der Hand gegeben. Zunächst folgte er nun zwar1523 einem Rufe seines Gönners Georg Hclmrich nach Goldberg zur Wideraufrichtungder dortigen Schule. Allein wie es scheint, wollte es damit nicht recht vorwärts geheninfolge der durch die Reformation überall angeregten Veränderungen in Lehre undGottesdienst; zunächst nahm daher Trotzendorf eine theologische Stellung ein gegenüberder schwärmerischen Sekte der Schwenkfeldianer, welche in Liegnitz um das Jahr 1527sich ziemlich festgesetzt hatten, aber endlich namentlich infolge seiner Beharrlichkeit undGelehrsamkeit das Feld räumen mußten. Diese seine theologische Stellung als eifrigenVorkämpfers der lutherischen Reformen begründete übrigens vornehmlich seinen päda-gogischen Ruf, als er im Jahre 1529 nach Wittenberg zurückgekehrt 1531 auf dringendesEinlaven der Goldberger wiver dahin sich begab und nun die Leitung der Schule biszu seinem Tode 1556 mit mehr Glück und Erfolg fortsetzte.

Indem wir uns anschicken, näher auf seine Lehrtätigkeit einzugehen, stellen wiran die Spitze das Urteil seines Lehrers Melanchthon über ihn: esse oum virum ackregonckus sobolas non minus natum, quam aä rogsncka oastru Loipionom ^.triemmw(vgl. Ranke, deutsche Gesch. im Zeitalter der Reformat. II, 91, dasselbe in einer etwasanderen Version) äoolumut. 5, 817. Daneben mag über die Frequenzseiner SchuleLas Zeugnis aus der Vorrede zum rosarium seine Stelle finden: tuntum babuit äisei-xulorum numorum, ut justum ex iis exeroitum contra ll'ureas xrockuooro xosset.Seine Schule besucht nicht nur aus dem Reich, sondern auch aus Ungarn, Siebenbürgen,Polen, aus den österreichischen Lanven, „glich" wie der oben genannte Redner Rhavus sagt,„einem woleingerichteten Staat, der durch Gesetze, Unterricht und andere schöne Übungentrefflich geordnet ist zu dem Zweck, daß die Jugend von Kindheit an mit der religiösenWahrheit gedrängt eine Richtung erhält zur Furcht und Anrufung Gottes, zugleichaber auch die Elemente der Wissenschaften und Künste erlerne, welche notwendig sind fürdie Kirche und die menschliche Gesellschaft, und in strengerer Zucht herausgebildet sanfteSitten annehme, sich an die gemeinsame ehrenhafte Pflichterfüllung im öffentlichen undPrivatleben gewöhne." Dabei hatte er bestimmt die Vorbereitung für die Universitätim Auge, eum so Iruetum oupero ox suis ladoribus praooipuum prao so korobnt, ut,st guos in olüoinu sua oxooluissst, proburst Udilippo et buio ickoneos

xraostarot.

Ganz eigentümlich ist vorerst die disciplinarische Ordnung und Leitung, welche erdurch die ganze Unterrichts- und Erziehungsanstalt cingeführt hatte. Hierbei zeigte erein ausnehmendes Talent zu regieren und zu organisieren, wodurch es ihm auch alleinmöglich wurde, über einer so großen Schar von jungen Leuten der verschiedenstenAltersstufen einheitlich zu walten und sich stets die nötige Übersicht zu bewahren.Die ganze Schule zerfiel in sechs Klassen, jede Klasse wider in bestimmte Abteilungen,tribus. In den oberen Klassen unterrichtete er zuerst allein, später mit Hilfe vonKollegen, die er berufen. Die unteren Klassen unterrichtete er durch die älteren Schüler,die sich bei dieser Gelegenheit üben und ihre Kenntnisse befestigen konnten. Gegenstanddes Unterrichts war lateinische und griechische Sprache, Rhetorik und Dialektik. VonLateinern las er vorzugsweise Vergib und Ciceros Briefe (quas in munibus sebolnsti-