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Südamerika.
und standen an Grausamkeit den Männern nicht nach*). Indes ist auch hier vielesanders geworden, seitdem der Krebsschaden der Sklaverei auf immer getilgt ist (i. M1863)**). Die Herrnhuter und einige katholische Missionäre haben viel gethanum die Neger und die Indianer zu Christen zu machen; die Zahl der heidnischen Eimwohner ist heutzutage sehr klein geworden. Die weiße Bevölkerung beträgt etwa 16 WSeelen, d. i. ^/s der Gesamtzahl. „In der Hauptstadt Paramaribo befanden sich EM1860 außer einer Haupt- und drei städtischen Armenschulen (2 für Knaben und 1 fistMädchen) noch 16 Privatschulen, eine von den Schwestern eines religiösen Ordens ge-leitete katholische Schule und 6 Bewahrschulen. In diesen Schulen, an welchen ZsLehrer augestellt waren, erhielten im Jahre 1863 1020 Knaben und 843 MädchenUnterricht. Außerdem gab es noch eine Stadtschule zu Nickerie, 1860 mit 41 Schülern.Hierbei sind die Schulen der Brüdergemeinde für Sklavenkinder nicht mitgerechnet, derenes auf 48 Plantagen gab, in welchen auf 31 die Kinder (993) durch die Missionäreselbst, auf 17 (mit 416 Kindern) durch Sieger unter ihrer Aufsicht unterrichtet wurden.In ihrem Schullehrerseminar zu Beethuizen hatten die Herrnhuter Ende Dezember ISJünglinge, darunter auch ein paar junge Leute der Buschneger***), welche diese endlitauf Veranlassung der Regierung zu ihrer Erziehung zu schicken veranlaßt worden sind.Als Unterrichtssprache wird für die Mulatten und freien Siegerkinder und selbst ineinigen Schulen für Kreolen das sogenannte Negerenglisch, ein aus englischen, hollän-dischen und afrikanischenWörtern gebildetes Idiom gebraucht, in welches auch' das NeueTestament übersetzt ist und in welchem es auch einige von den Herrnhutern verfaßte Lese-nnd Lehrbücher giebt. Die Schwierigkeiten, dies allgemein von den Farbigen gesprocheneIdiom durch Einführung der holländischen Sprache zu verdrängen, werden für sehr großangesehen" ch). Das Budget des Kultus und öffentlichen Unterrichts für holländischGuayana beläuft sich auf 54 957 holl. Gulden.
e) Französisch Guayana (25 280 Einw. im Jahre 1866, 22 590 im Jahre1859, die Deportirteu, 400 ? miteingerechnet). Ungesundes Klima: die Einwohner könnensni>weder in Hinsicht auf Beharrlichkeit, noch in der Wirtschaftlichkeit, noch in der Thätigleitim Handel mit den Holländern messen, obgleich dem Seeverkehr hier weniger Fessel»angelegt sind, als in den übrigen französischen Kolonien. Alan hat da und dort Straf-kolonien pst) errichten müssen, welche von der Militärbehörde überwacht sind und demgeistliche Leitung den Jesuiten anvertraut wurde. Die religiösen Orden (13 Brüder vo»Ploörmel und 70 Schwestern von S. Joseph und S. Paul haben das ganze Erziehunzs-wesen in Händen. Man zählte im Jahre 1857 in der Kolonie 9 Schulen, besucht von1070 Schülern (574 Knaben, 496 Mädchen). Es sind im ganzen 12 Kirchspiele, dem -12 Geistliche in der Regel ehemalige Zöglinge des Seminars du Saint-Esprit in Paris ^sind. Die Sklaverei ist aufgehoben wie in den Nachbarkolonien. :
Alphons Le Roy (umgearbeitet von Schräder).
Sünde s. d. Art. Böse.
Supplierung s. Pensionsverhältnisse.
Suspension s. Disciplinarverfahren.
Sympathetisches Gefühl s. Mitgefühl.
Synthetisch s. Methode.
*) Von 1847—1857 zählte man im Durchschnitt 256 uneheliche Kinder auf 100 ehelirbe!In den Kolonien leben 15lw Juden. Es würde auffallen, daß ihre Zahl abnimmt statt zu;»-nehmen, wenn man nicht wüßte, daß sie nur selten legitime Ehen eingehen, und daß die Kinderder Mätressen in der Regel der Religion der Mutter zusallen.
**) Eine Entschädigung von 300 holl. Gulden Per Sklavenkopf wurde den Eigentümer»zugestanden; die befreiten Sklaven wurden auf 10 Jahre unter die Aufsicht und unter de»Schutz des Staates gestellt.
***) Loseb-blegsrs, aus flüchtigen Negersklaven im Innern gebildete Negergemeinschafte»,die von der Negierung als frei anerkannt sind, und mit den Holländern in Verkehr stehen.
st) Wappäus S. 521.
chs) Die im Princip (durch das Gesetz vom 30. Mai 1854) beschlossene Aufhebung derBagnos in Frankreich hat dazu beigetragen, diese Maßregel hervorzurufen.