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9 (1887) Spanien - Vives
Entstehung
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Südamerika.

Civilisation zu führen, an die ersten Geister, an die besten Köpfe der Nation sich wendenmuß, um die rechten Gehilfen zu erhalten. Daher wurde alles gethan, um die Ent-wickelung einiger großartig angelegten wissenschaftlichen und ökonomischen Institute zufördern, deren Licht über das ganze Land hinleuchten wird, und deren Arbeiten beitragenwerden und schon jetzt beitragen zur Veredelung des ästhetischen Sinnes, zur einsichts-volleren, wissenschaftlichen Ausbeutung der Reichtümer des Landes, zur Hebung des Wol-standes aller Klassen. Wir nennen vor allem das Instituts llistorioo, geogrz-xllioo o stllnograpiiioo äo Urusil, welchem ohne Frage die erste Stelle unterallen gelehrten Gesellschaften in Südamerika zuerkannt werden muß, und welches sogareine Vergleichung init den ersten unserer europäischen Institute ähnlicher Art recht wolauszuhalten vermag*). Der Kaiser selbst wohnt den Sitzungen, welche alle 14 Tagein einem Saale seines Palastes gehalten werden, regelmäßig an, beteiligt sich auch häufigselbst an den Debatten, und hat persönlich zu manchen der wichtigsten Arbeiten der Mit-glieder angeregt. Die Gelehrten können sich stets seiner Theilnahme und Unterstützungversichert halten. Das Institut sammelt höchst wertvolle 'Nachweisungen über Brasilien;es läßt selten gewordene gute Werke wider abdrucken; es umfaßt außerdem mit seine»gelehrten Arbeiten ein weites Programm neuer Fragen. Die ^.eaäomia Imperial äsNoäioina veröffentlicht geschätzte Annalen. Der Juristenverein (Institute) äo Oräemckos Nävogaäos Urasiloiros), der Verein der Ärzte (Instituts moäieo brasiieirv),ferner die Looioäaäo xropaßwäsra. das bollas artss, die Looioäaäo ostaäistiea äoLrasil thun ihrerseits ersprießliche Dienste. Die 'Nationalbibliothek in Mo, welche fleißigbenutzt wird, zählt 150,000 Bände mit vielen Inkunabeln, außerdem eine höchst wertvolleSammlung von Radierungen und Handzeichnungen der besten Meister seit der Zeit derRenaissance (Koseritz S. 185, 212). Auch die Germania, d. i. der Verein der deutschenGesellschaft in Rio besitzt eine Bibliothek von mehr als 8000 Bänden (Koseritz, S. IN).Das von Koseritz genau beschriebene Llusoo na.oiona.1 enthält Sammlungen von un-gleichem Werte: die botanische und ethnographische (letztere namentlich für die Jndianer-stämme Brasiliens) sind allein von Bedeutung. Die botanischen Gärten äo kasseio

publioo (nur eine kleine Anpflanzung auf der öffentlichen Promenade der Stadt) undäa. UaZüa äo UoäriAuos äo b'roitas sind wenigstens zu nennen: der letztere entsprichtübrigens seinem Titel weniger noch als der erstere, er ist eher ein Versuchsgarten. Manbeschäftigt sich darin hauptsächlich mit der Acclimatisation nützlicher Gewächse (früher deschinesischen Thees, heutzutage u. a. der Guaranü, UauUinia. sorbilis ülart.). Er wirdunterhalten auf Kosten des Importal Institute) Mluminonso äs ^.grioultura, einer sehrnützlichen Anstalt, welche auch eine Musterplantage (t'arsnäa normal) unter ihrer Leitunghat **). Die Looioäaäo auxiliaäora äa Inäustria Hacional, in sieben Sektionen ge-teilt, erhält wie die obengenannte eine Staatsunterstützung, sie besitzt eine schöne, deinPublikum geöffnete Sammlung von Maschinen, sie verteilt Sämereien an Landwirte, miteinem Worte, sie kommt den Bestrebungen der Regierung zu Hilfe, welche bereit ist, alleszu thun, um nützlichen öffentlichen und Privatuntcrnehmungen einen energischen Anstoß zugeben. Wir dürfen hier die an ausländische Gelehrte, welche sich mit Brasilien beschäs-tigen, verliehenen Unterstützungen nicht unerwähnt lassen (vor allem gehören hierher diejährlich im Staatsbudget aufgeführten 2 0,000 Milr. für die Kosten des von dem ver-storbenen Prof. vr. von Martius begründeten Prachtwerks der bllora brasilionsis). ^Der Eifer für die Wissenschaften muß auf diese Weise mit der Zeit sich mehr und mehr

*) Die Belege für die Bedeutsamkeit seiner Arbeiten enthält die von dem Institut herauS-gegebene Rovista trimsusal.

**) Es ist dieselbe zugleich eine wissenschaftliche und eine Aktiengesellschaft. Ihr Kapitelvon 433,080 Milr. ist durch die Freigebigkeit des Kaisers auf 241 000 Milr. gebracht worden:neue Subskriptionen haben dasselbe neuerdings bis auf 257 337 Milr. erhöht. Diese Ackerban-gesellschaft erhalt jährlich noch 26 000 Milr. Zuschuß für die Unterhaltung des botanische»Gartens.