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Südamerika.
2. Ergänzungstabelle des Schulbesuchs in den fehlenden sechs Provinzen (für 1858).
Provinzen.
äffen«.
Schulen.
lnaben
in
Privat.
schulen.
3 >
S
össentl.
Schulen.
Nädchen
in
Privat-
schulen.
Zu- !samnienj
Total-
summe.
Freie
Bevölke-
rung.
Verhältnis derSchüler zu der!
Alagöas . . .
2 565
160
2 725
1 134
88
1 222 ,
3 947
204 000
1:51,7
Bahia....
6 364
I 332
7 696
1 318
599
I 917
9 613
1 100 000
1:114,4
Espirito santo .
725
—
725
31
—
31
756
51 500
1:68
Mato grosso. .
529
156
685
34
24
58
743
85 000
1:114,4
Santa Catharina
1 172
273
1 445
429
230
659
2 104
105 000
1: 4g,s
Sergips . . .
—
—
—
—
—
—
3 373
183 000
1:54,?
Total:
11 355
I 921
13 276
2 946
941
3 887
20 536
1 728 500
1:84
Es ist bemerkenswert, daß dieses Ergebnis nur unbedeutend von demjenigen ab-weicht, welches Wappäus für die 15 übrigen Provinzen gefunden hat.
Nach Herzog a. a. O. S. 471 und 493 bestanden in Petropolis und in Rio deJaneiro wol eingerichtete deutsche protestantische Privatschulen. Ebenso findet sich nachKoseritz a. a. O. S. 374 eine gute, mit deutschen Lehrmitteln versehene fünfklassigedeutsche Schule für Knaben und Mädchen in Silo Paolo, welche auch von Kindernbrasilianischer Eltern besucht wird. Überhaupt werden dort deutsche Lehrer sehr geschätzt.In Bahia (Herzog, S. 499) schicken die bessergesinnten freien Neger ihre Kinder in dieöffentlichen Volksschulen, in denen der Unterricht unentgeltlich erteilt wird, und zum Teildarauf sogar in die Lyceen.
d) Über das Budget der Schulen geben die Uolutorios nur unvollständige An-gaben. Wir finden nur für folgende sieben Provinzen einen Betrag desselben verzeichnet:Bahia 263 000 Milr. Rio de Janeiro 258 000 Milr.
Minas geraes 300 000 „ Rio grande do Sul 184 000 „
Pernambuco 275 000 „ Municipio da Corte 350 000 „
Para 165 000 „
In dem Budget des letztgenannten Gebiets, des neutralen Municipiums, ist für1871—72 eine Summe von 485 121 Milr. ausgesetzt für den Primär- und Sekundär-unterricht; das darauffolgende Rechnungsjahr soll sogar 532 021 Milr. zur Verfügungerhalten. Diese Erhöhung erklärt sich aus der vorbereiteten Gründung neuer Schulen.
Verschiedene andere Nachweisungen. Das Reglement vom 20. Oktober 1855geht in Beziehung auf die innere Einrichtung der Schulen in umständliche Einzelheitenein. Zuerst kommt die Ausstattung der Schulzimmer: an der Wand ein Kruzifix, einPorträt des Kaisers, eine Karte von Brasilien und eine Karte der Provinz, eine Tabelledes gesetzlichen Maß- und Gewichtssystems, und eine solche der im Kaiserreiche Kurshabenden Münzen; ferner Lesetafeln und Vorschriften zum Schreiben. Die Schiefertafeln,das Papier, die Schulbücher zum Gebrauch der armen Kinder, die mit Metall eingefaßtenLineale, der Wasserkrug und die Trinkgläser — nichts ist vergessen. Der Lehrer solleinen bequemen Sitzplatz haben in einem Armstuhl, auch Sessel sind vorhanden für Be-suche; diese Ausstattung findet sich nun freilich nicht überall. Die Aufnahme derSchüler, ihre Einschreibung in die Schülerliste geschieht durch den Lehrer, auf eine vondem Delegierten des Distrikts Unterzeichnete Ermächtigung hin; an den letztem habendie Eltern oder Vormünder eines Kindes ihre Gesuche zu richten. Wenn der neu ein-tretende Schüler schon eine andere Schule besucht hat, wird ein Nachweis des Vorstandesder letzteren über den Stand seiner Kenntnisse unnachläßlich verlangt. Mit ansteckendenKrankheiten behaftete, noch nicht geimpfte Kinder, ferner solche, welche Sklaven sind, sindvon den Schulen ausgeschlossen (Regl. v. 1854, Art. 69). Vom 5. bis 15. Lebens-jahre können Schüler ausgenommen werden. Die Schulstunden sind morgens von8 bis 11 Uhr (im Winter, wo es einen giebt, von 8V2 bis I1V2), und nachmittags
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