Südamerika- 323
1 . Tabelle des Besuchs der Primärschulen im Jahre 1864, nach Wappäus.
Provinzen.
Knaben
in
öfsentl. ! Privat-Schulen.! schulen.
Zu-
sammen.
öffentl.
schulen.
Rädchen
in
Privat- ! Zu-schulen. !sammen.
Total-
summe.
Freie
Bevölke-
rung.*)
Verhältnis derunterrichtetenKinder zurEinwohnerzahl.
Amazonas. . -
409
46
455
-
49
18
67
522 I
69 000
1: 132
Cearä ....
3 648
204
3 852
1 323
32
I 355
5 207
468 278
1:90
Goväz ....
1 176
—
1 176
364
25
389
1 565
117 219
1:75
Maranhäo. . .
2 607
392
2 999 !>
662
254
916
3 915**)
330 000
1:84
Minas geraes -
14 705
?
14 705
2 204
?
2 204
16 909
1 619 535
1: 96
Pars.
3 261
567
3 828
fl
805
271
1 076
4 904
185 292
1 :37
Parahyba . - -
1404
147
I 5511!
396
29
425
1 976
250 000
1: 127
Paranä....
1 101
874
1 975
>!
504
22
526
2 501
72 198
1: 28
Pernambuco . .
3 807
842
4 649
918
438
I 356
6 005***)
1 040 000
1:173
Piauhy ....
772
18
790
192
3
195
958
230 000
1: 233
RioqrandedoNorte
914
67
981
173
—
173
I 154
202 000
1:175
Rio grande do Snl
, 3 834
1 600
5 434
2 178
813
2 991
8 425
380 O00
1:45
Rio de Janeiro .
! 4 821
I 103
5 924
1 711
741
2 452
8 376
700 000
1 :83
Municipio daCürte
1 860
2 111
3 971
1 530
2 056
3 586
7 557
300 000
1:40
Sao Paulo . .
4 736
3 146
7 882
ü
2 333
1 982
4315
>2 197 f)
606 588
1: 50
Total:
49 055
11 117
^60 172
^15 342
6 684
22 026
!b2 198
6 570 110
1 :80
„Danach," setzt der treffliche Statistiker hinzu, „kam unter der freien Bevölkerungauf 80 Individuen durchschnittlich ein Kind, welches Primärunterricht empfieng, was
selbst in Vergleich mit einigen spanisch-amerikanischen Staaten kein günstiges Verhältnisist. Nimmt man nach den Ergebnissen der vergleichenden Bevölkerungsstatistik an, daßunter dieser freien Bevölkerung mindestens 1 100 000 Kinder im sog. schulpflichtigenAlter (von 6—14 Jahren) sich befinden müssen, so erhält von 13 dieser Kinder kaumeins wirklich Schulunterricht. Und im ganzen wird dies Verhältnis noch ungünstiger sein,dämmt man die in öffentlichen Schulen unterrichteten Kinder allein, so erhält erst von18 eins Schulunterricht, so daß der Staat, dessen Konstitution allen Bürgern freien
Aolksunterricht zugesichert hat, diese Pflicht in der That nur noch sehr mangelhaft erfüllt.Übrigens zeigt sich das Verhältnis der Schulkinder zur Bevölkerung sehr verschieden inden Provinzen. Am günstigsten ist es in der Provinz Parana (1 : 28), am ungünstigsten
in Piauhy (1: 233). Auffallend ist es, daß die Hauptstadt (1 :40) hierin sogar gegen
mehrere Provinzen (Paranä und Parä) zurücksteht; PP) dem allgemeinen Verhältnisse dagegenbei den lateinischen Bevölkerungen entsprechend ist das geringe Verhältnis der Mädchenzu den Knaben (1: 2,7)."
*) Die Bevölkerung ist für die Provinzen Cearä, Goyäz, Minas geraes, Pars, Paranä,S. Paulo und den Bezirk der Hauptstadt nach den Angaben in den eingesandten offiziellen Be-richten; für die übrigen Provinzen, für welche in diesen Berichten die Bevölkerungsangabe fehlt,nach der Geographie von Pompeo de Souza Brasil mitgeteilt, deren Angaben jedoch durch-gängig wol etwas zu hoch sind. Note von Wappäus.
**) Darunter 393 Knaben in öffentlichen Schulen auf Primärnnterricht zweiten Grades(Instr. prim, äo 2° Zräo). Dcsgl.
***) Darunter 570 Knaben in öffentlichen Schulen auf „höheren" Primärnnterricht (Inst,prim, superior). DeSgl.
!') Darunter 48 Knabenund 471 Mädchen in Privatschulen aufhöherenPrimärnnterricht. DeSgl.
fs) Dies kann sich nur auf das ganze Municipio beziehen, nicht aber auf die Stadt Rio (soiäsäs)insbesondere. Nach dem Uslstorio von 187l besuchten von 9930 Knaben im Alter von weniger als14 Jahren 2080 die öffentlichen und 3336 die Privatschulen der Hauptstadt, zusammen 5416; vonö>63 Mädchen im gleichen Alter erhielten je 1773 und 2293 öffentlichen und Privat-Elementar-sEmcht, zusammen 4066; beide, Knaben und Mädchen zusammen giebt 9482 auf 18 698 Kinder imschulfähigen Alter: also mehr als die Hälfte! — Die Kirchspiele des Stadtgebiets außerhalbiahlten 4390 Kinder (2247 Knaben und 2143 Mädchen) gleichen Alters, 460 besuchten die öffentlichen,
Knaben und 32 Mädchen die Privatschulen, zusammen 689; somit beinahe ein Siebentel.
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