Rabelais.
573
an Erfcßeinungen wie ©erfon, Rabelaid, geneton, an ben [Rännern bed bport Ropalunb bed SDratoriumd nehmen.
Rabelais’ SSSerfe finb in ©eutfd)lanb feiten; beSfjalb unb ba ed eine ju erl)eblid)e[Ruffe märe, um bet wenigen ©eiten wißen, weldje und unmittelbar ange^en, ba§ganje Sud) burdjjufeljn, ift ed wohl am bßlage, bad 2üefenttid)e hier mitjuteiten. SBirgalten und babei ftreng an bie Überfefsung »on Regtd, um nid)t burd) ben nicht aßeinwegen feinet altertiimlidjen 3»rm fdjwierigen franjöfifdhen ©ept bie ©adje ju etfd)Weten.
©argantua ift bet ©oljn bed Riefen ©ranbgofdjier Grandgousier unb bet @ur=gelmitte Gargamelle, ber ©echter bed tönigd bet [Rißirmähler (parpaillos, ©d)metter=linge, ©pottname bet Reformierten, bie gleich ©dpnctterlingen folange umd Sichtflogen, bid fie fid) oerbrannten, alfo bet tefcer). Er ift ein Riefenfinb, 11 [Renatenad) bet Empfängnis gar wunberbartidf jut SBett gefommen, ju beffen Ernährung17 913 tül)e üon Pautill6 unb Bröh&nond oerfdjrieben werben, weit feine Slmme fürihn ju finben War. „3umr Woßen ein paar ©cotiftifc^e ©öfteren behaupten, baff feineÜRutter ihn geftißt h“be unb baß fie 1402 ffSipen 9 [Raß iOiildj auf jeben Rucf audihren Srüften h a ^ e ntelfen fönnen. Slber ed ift ber SBaljrheit nid)t äfinlid) unb biefer©ah mammaliter pro scandaloso wehmütigen ©h ren ärgerlich unb fdjon oon weitemnach Sieberei audbrüdtid) ftinfenb erftärt worben." (tap. 7 .) Radjbent ber tnabe bemSBater überrafdjenbe Seweife oon ®eift gegeben, erfannte biefer, „baß in feinem Ser=ftanb »a§ ©iStttidjed ift: fo fc^arf, fpihfinbig, heß unb tief befinb’ id) ihn", befc^Ioßalfo ihn einem ®elel)rten jur Unterweifung ju übergeben unb nicfftd bran ju fparen.„Sßdbalb geigt man ihm einen großen fopf)iftifdjen ©öfter, Ramend [Reiftet ©hubal^ofoferned an, ber trieb ihn fein 2lSE=©äfiein fo in ben topf, baß er ed oor unbrüdmärtd tonnt* unb bracht 1 bamit 5 Saßr unb 3 [Ronat ju. ©anadj lad er ihmben ©onatud, ben f^acetud, ©heoboletud unb Alanus in parabolis unb bamit bradft’ er»ieberum ju 13 3faljr 6 [Ronat unb 2 233od)en. Slber merfet wohl, ju gleicher 3^1lehrt er ihm auch auf ©otifd) ju fd)teiben, benn er fdfrieb aße feine Südjer, weil bie©rudfunft nod) nicht im Sraud) War. Er oerbringt hierauf 18 Saljr 11 [Ronat anber Seftüre Oon de modis significandi cum Scliaaliis Satgewinbii, Sreitmaul, ©d)Wafelin,Saufenbraud, §and talben, Sißonii, Sortederei unb anberer mehr, bie er fo gutlernte, baß er fie oorwärtd unb rüd'wärtd ju fagen cermodjte, fernere 16 3al)r2 [Renate gingen über bem ©tubium bed Computus hiu (b. h- bed über Anianiqui Computus nuncupatur cum commento, eined aftronomifd)en fpanbbüd)Ieind fürSaien jur tomputation, 1 Seredjnung bed ©onn’= unb [Ronbenlaufd, ber gülbnen 3 a R©patten, baß 1493 erfd)ienen war), ©ann ftarb ber Seljrer „an ber träfs, bad oer=ftanb fich". Rad) biefem friegt er einen anbetn alten £mfter Ramend SReifter fpiob3äumlein, ber lad ihm ben tpugutio, ^jebrarbi ©räcidmum, bad ©oftrinal, bie partes,bad quid est, bad supplementum, „[Retnmenbrecf de moribus in menso servandis" (badfinb troh ber fehlenben Snterpunftion jwei Sffierfe; unter ber erfteren Segeidjnung ift»erhBIjnt: Mammetractus sive expositio in singulis libris bibliae autbore Marchesino.iRainj. ©djöffer 1470 ; unter bem anbern bie in elegifdjen Serfen oerfaßten ©ifdj=regeln für tnaben Oon Sulpitius Yerulanus. ©ie beginnen:- quos decet in mensamores servare docemus virtuti ut studeas litterulisque simul *). Seneca de quatuor
*) 3tod) eine SßroBe aud bem SBüdßein:
Regimen mensae honorabile:
Nemo cibum capiat donec benedicite fiat.Privetur mensa qui spemet haec documentavultus hilares habeaSal cultello capiaQuid sit edendum ne petaMembra recta sedea tis
Mappam mundam teneaNe scalpetis careaModicum sed crebro biba
s
73
B
c3
a
c
Q