Von dem Willen u. f. w.
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nun wiederum fehr natürlich eine Neugierde oderForfchbegierde hervor, welche, da fie wegen desftarken und plötzlichen Eindrucks des Objekts hef-tig ift, unangenehm wird, und in ihrem Schwankenund in der Ungewifsheit der Empfindung der Furchtoder den aus Traurigkeit und Freude gemifcbtenLeidenfchaften ähnlich ift. Diefes Bild der Furchtverwandelt lieh natürlicherweife in das Ding felbft,und giebt uns eine wirkliche Beforgnifs vor einem vUebel, da die Seele allemal ihreUrtheile mehr nachihrer gegenwärtigen Lage, als nach der Natur ihrerObjekte formirt.
So ftehen alle Arten von Ungewifsheit mit derFurcht in einer ftarken Verknüpfung, wenn fiegleich durch die entgegengefetzten Seiten und Ge-fichtspunkte, die fie uns darftellen, keine entgegen-gefetzten Leidenfchaften erregen. EinePerfon, dieihren Freund krank verlaffen hat, wird, feinetwe-gen mehr Angft fühlen, als wenn fie gegenwärtigwäre, ob fie gleich vielleicht nicht nur nicht imStande ift, ihm zu helfen, fondern auch eben fowenig über den Ausgang feiner Krankheit urtheilenkann. Ob alfo gleich in diefem Falle das Hauptob-jekt der Leidenfchaft, nemlich das Leben oder derTod des Freundes, dem Mcnfchen gleich ungewifsift, er mag gegenwärtig oder abwefend feyn; fofind doch taufend kleine Umftände von feines Freun-des Lage und Zuftande, deren Erkenntnifs den Be-griff feffelt, und jenen fchwankenden und ungewif-fen Zuftand, der mit der Furcht fo nahe verwandt
ift,