Von dem Willen u. f. w.
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Alles diefes läfst lieh leicht auf die gegenwärtigeUnterfuchung anwenden, weshalb eine beträchtlicheEntfernung in der Zeit eine gröfsere Verehrung ge-gen die entfernten Gegenftände hervorbringt, alseine gleiche Entfernung im Raume. Die Einbil-dungskraft findet gröfsere Schwierigkeiten, wennfie von einem Theile der Zeit zum andern gehenmufs, als in dem Uebergange der Theile des Raums;und diefes deshalb, weil Raum oder Ausdehnungunfern Sinnen als vereiniget erfchei.nt, dahingegendie Zeit oder die Suceeffion immer nur abgebrochenoder theilweife vorgeftellt wird. Diefe Schwierig-keit hindert und fchwächt die Phantafie, wenn fienur eine kleine Entfernung betrifft, hat aber beieiner grofsen Entfernung eine entgegengefetzte Wir-kung. Die Seele, welche durch die Gröfse ihresObjekts gehoben wird, wird es noch vielmehr da-durch, wenn die Vorftellung deffelben recht fchwerift; denn da fie jeden Augenblick im Uebergangevon einem Theile der Zeit zum andern ihre Kräftevon neuen anftrengen mufs, fo fühlt fie einen leb-haften und höhern Schwung, als wenn fie die Theiledes Raums durchgeht, wo die Begriffe ruhig undleicht hindurchfchlüpfen. In diefem Schwünge er-zeugt die Imagination, welche, wie gewöhnlich,von cler Betrachtung der Entfernung zu der An-fchauung des entfernten Objekts übergeht, eine pro-portionirliche Empfindung der Ehrfurcht gegen daf-felbe; und diefes ift der"Grund, weswegen alle Re-liquien des Alterthums in unfern Augen fo viel
Werth
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