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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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Von dem Willen u. f. w.

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entgegen fetzten Beftreben der Körper herriihrenkann. Nun ift gewifs, dafs das Streben der Kör-per, welches kontinuirlich auf untre Sinne wirkt,Vermöge der Gewohnheit ein gleiches Streben in derPhantafie hervorbringen mufs, und dafs, wenn wirein Ding auf einer Anhöhe betrachten, der Begrifffeiner Schwere in uns eine Neigung erzeugen mufs,das Ding von der Stelle, in welcher es ficli befindet,in diejenige, welche fich unmittelbar unter ihm be-findet, und fofort zu verfetzen, bis wir herunterauf den Grund kommen, der den Körper eben fowie unfre Imagination aufhält. Aus einem ähnli-chen Grunde fühlen wir eine Schwierigkeit, uns aufeinen Berg zu erheben, und gehen nicht ohne eineArt von Kampf von dem Fufse deffelben zu dem,was oben darauf liegt; gleichfam als ob unfre Be-griffe von ihren Objekten eine Art von Schwierig-keit empfingen. Finden wir als einen Beweis dieferBehauptung nicht, dafs die Leichtigkeit, welche inder Mufik und Dichtkunft fo fehr ftudiert wird, derFall oder die Cadence der Harmonie oder des Perio-den heifst; theilt uns hier nicht der Begriff derLeichtigkeit den des Herabfteigens eben fo mit, alsdas Herabfteigen felbft gewiffermafsen eine Leichtig-keit hervorbxingt ?

Da alfo die Einbildungskraft, wenn fie vomNiedrigen zum Hohen läuft, einen Widerftand inihren innern Uigenfchaften und Principien findet,und da die Seele, fobald fie von Freude und Muth

begei-