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Von (lern Willen u, f. w, 279
der uns nicht ganz und gar mutldos macht undniederfchlägt, gerade die entgegengefetzte Wir-kung hat, und uns mehr als gewöhnliche Gröfse undMuth einflöfst. Wir fammeln unfre Kräfte, den Wi-derftand zu überwinden , und dadurch ftärken wirdie Seele, und geben ihr eine Erhöhung, die fiefonft niemals wurde erreicht haben. Wenn fich allesnach unferm Willen fchnriegt, fo wird unfre Stärkeunnütz, fie fchläft ein, und wir werden fie gar nichtgewahr; Widerftand aber erweckt fie und fodert fiezur Thätigkeit auf.
Diefes ift auch umgekehrt wahr. Der Wider-ftand erweitert nicht nur die Seele, fondern, wenndie Seele voll Muth und hoher Gefinnung ift, fofucht fie auch Widerftand auf
Spumantemque dari pecora inter inertia votisOptat aprum, aut fulvum defcendere monte
leonem.
Alles, was die Leidenfchaften unterhält undbefriedi-get, ift uns angenehm; fo wie hingegen alles, was fiefchwächt und ihnen Abbruch thut, unangenehm ift.Da nun Widerftand die erfte und Nachgiebigkeit diezweite Wirkung hat, fo ift es kein Wunder, dafs•die Seele in gewiffen Fällen das erfte begehrt unddas letztere verabfcheuet.
Diefe Principien haben eben fowohl auf dieEinbildungskraft als auf die Leidenfchaften Einflufs.Um hiervon überzeugt zu werden, dürfen wir nurdie Wirkung der Höhen und Tiefen auf die-fes Vermögen betrachten. Eine grofse Erhöhung
eines