Von dem Willen u. f. w. iif
mich, wie ich hoffe, entfchuldigen, wenn ich einigeZeit dabei verweilet
Um bei der erften Erfcheinung anzufangen, wienemlich eine grofse Entfernung unfre Achtung undBewunderung gegen ein Objekt vermehrt; fo ift be-kannt, dafs das blofse Betrachten und Befchaueneiner Gröfse, fie fey nun in einer Zeitfolge oder inder Ausdehnung, die Seele erweitert, und ihr einefehr fühlbare Luft und Vergnügen verurfacht. Eineweite Ebene, der Ocean, die Ewigkeit, eine Folgeverfchiedener Zeitalter, alles diefes find unterhaltendeGegenftände, . und übertreffen alles übrige, daszwar fchön ift, deffen Schönheit aber nicht von ei-ner ihm angemeffenen Gröfse begleitet wird. Wennnun der Einbildungskraft ein fehr entfernter Gegen-ftand vorgehalten wird, fo ftellen wir uns natürli-cherweife die dazwifchen liegende Entfernung vor,und da wir vermittelft derfelben etwas Grofses undPrächtiges denken, fo fühlen wir dabei das gewöhn-liche Vergnügen. Da aber die Einbildungskraft voneinem Begriffe zum andern, der mit ihm im Verhält-hiffe ftcht, übergeht, und alle Leidenfchaften, diedem ei-ften angehören, auch auf das zweite überträgt,fo verbreitet fich das Erftaunen, welches auf dieEntfernung geht, fehr natürlich auch über das ent-fernte Objekt aus. Daher finden wir, dafs es fogarnicht einmal nöthig ift, dafs ein Objekt wirklich vonuns entfernt feyn mufs, um Bewunderung zu erre-gen, es ift fchon genug, wenn es durch eine natür-liche Affociation der Begriffe unfern Begriff zu einer
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