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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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Von dem W i 1 l.e n u. f. w.

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hinüber fpringen, ohne alle diejenigen, welche da-zwifchen liegen, wenigftens flüchtig zu durchlaufen.Wenn wir daher an ein Objekt denken wollen, dasvon uns entfernt ift, fo lind wir nicht nur das erfte-mal, wenn wir es uns vorftellen, genöthiget durch allePunkte des Raums, der zwifchen uns und dem Dingeliegt, zu gehen, um zu ihm zu gelangen, fondern wirrnüffen auch unfern Fortfehritt jeden Augenblick er-neuern ; indem wir jeden Augenblick zur Betrach-tung unfres Selbft und unfrer gegenwärtigen Lagezurückgerufen werden. Man begreift leicht, dafsdiefe Unterbrechung dadurch den Begriff fchwächt,dafs fie die Handlung des Gemüths immer abbrichtund die Vorftellung 'hindert, dafs fie nicht fo ftarkund kontinuirlich feyn kann, als wenn wir an einnäheres Objekt denken. Je weniger Schrittewir zu thun haben, um zu dem Objekte zu gelangen,und je ebener der Weg ift, defto weniger wirddiefe Verringerung der Lebhaftigkeit gefühlt, fon-dern fie wird in Proportion der Grade der Entfer-nung oder Schwierigkeit mehr oder wenigerbemerkt.

Hier haben wir alfo zwei Arten von Objektenzu betrachten, die nahen und die entfernten ; wo-von die erftern, vermöge ihres Verhältniffes zu uns,an Stärke und Lebhaftigkeit einer Impreffion nah»kommen; die letztem aber wegen der Unterbre-chung in der Art fie vorzuftellen, in einem fchwä-chern und unvollkommneren Lichte erfclieinen.Diefes ift ihre Wirkung auf die Einbildungskraft.

Wenn