Von dem Willen u. f. w.
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„meine Befte beilegt, und welchen es deffenuner-„achtet einmüthig und ohne Anftofs verwirft, blos„weil er gegen die Gerechtigkeit ift. “ Was michanbetrifft, fo fehe ich fo etwas Aufserordentlichesin diefem Betragen der Athenienfer nicht. Die-felbigen Gründe, welche es den Philofophen foleicht machen, diefe erhabenen Maximen feftzufetzen,dienen auch zum Theil dazu dasVerdienft eines fol-chen Betragens bei jenem Volke zu verringern. DiePhilofophen bedenken fich nie, ob fie dem Vortheileoder der Tugend den Vorzug geben follen, dennihre Entfcheidungen find allgemein und es ift wederihre Leidenfchaft noch ihre Einbildungskraft bei denGeeenftänden intereffirt. Und obgleich im eenen-wärtigen Falle der Vortheil die Athenienfer unmit-telbar betraf, fo wurde er doch nicht in einer kon-kreten Vorftellung, fondern nur unter dem allgemei-nen Begriffe einesVortheils überhaupt gedacht; undda mufste er einen wenig beträchtlichen Einflufs aufdieEinbildungskraft haben und eine weniger heftigeVerfuchung feyn, als wenn fie fich die Sache mitallenNebenumftänden vorgeftellt hätten. Denn fonftwäre es fchwer zu begreifen, wie ein ganzes Volk,ungerecht und gewaltthätig, wie Menfchen gewöhn-lich find, fo einftimmig der Gerechtigkeit hätte an-hängen und einen anfehnlichen Vortheil hätte aus-fchlagen follen.
Ein Vergnügen, das wir kürzlich genoffen ha-ben, und deffen Andenken noch frifch und neu ift,wirkt mit weit gröfferer Heftigkeit auf den Willen,
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