Von dem Willen u. f, w»
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aber anders, als weil die Urfachen diefer Handlun-gen blos augenblicklich find, und in ihnen auch fo«gleich ihre Endfchaft erreichen ? Man tadelt dieMen-fchen weniger wegen folcher Handlungen, die fieaus Uebereilung und Unbedachtfamkeit begehen,als wegen folcher, die von reifer Ueberlegung undVorbedacht herrühren. Aus welchem andern Grun-de, als weil die Voreiligkeit, ob fie fchon eine be-harrliche Eigenfchaft im Gemüthe ift, doch nurdann und wann wirkt und nicht den ganzen Cha-rakter ausmacht? Ferner verwifcht die Reue jedesVerbrechen, befonders wenn fie mit einer offenba-ren Verbefferung des Lebens und der Sitten ver-knüpft ift. Wie- kann man diefes anders erklären,als dadurch, dafs man hehauptet, dafs Handlun-gen den Menfchen nur in fofern fchänden, als ließe«weife feiner fchändlichen Leidenfchaften oderGrund-fätze in der Seele find? fobald fie daher bei einerVeränderung diefer Grundfätze keine hinlänglichenBeweife mehr find, fo hören fie auch auf Verbrechenzu feyn. Nach der Lehre der Freiheit und desZufalles aber würden fie niemals hinreichendeBeweife feyn, folglich könnten die Handlungen nie-mals fchlecht genannt werden.
Hier wende ich mich alfo an meinen Gegnerund erfuche ihn erft fein eignes Syftem von diefengehäffigen Folgen zu befreien, ehe er andere damitbeläftigen will. Oder wenn er lieber will, dafs diefeSache durch direkte Gründe vor Philofophen ent«fchieden werden foll, als durch Deklamationen vorZweiter Band. O dem
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