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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
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*30 Ueber die menfchliche Natur.

lind Wirkung von den beftändig vereinigten Ob-jekten abgezogen werde und daraus entftehe, fon-dern wir müfien geradezu behaupten, dafs er mitden Begriffen diefer Objekte einerlei ift, und dafsdie nothwendige Verknüpfung nicht durcheinen Verftandesfchlufs entdeckt, fondern eine blofseWahrnehmung und Vorftellung der Seele ift. So-bald wir alfo diefelbe Vereinigung bemerken, undfobald diefe Vereinigung auf einerlei Art auf denGlauben und die Meinung wirkt, fo haben wir ei-nen Begriff von Urfachen und Nothwendigkeit, obwir gleich vielleicht diefe Ausdrücke vermeiden.Die Bewegung in einem Körper ift in allen vergan-genen Fällen, die wir beobachtet haben, immerauf den Stofs durch die Bewegung eines andern ge-folgt. Weiter einzudringen, ift für die Erkennt*nifskräfte des Menfchen unmöglich. Aus diefer be-ftändigen Vereinigung bildet die Seele den Be-griff der Urfache und Wirkung; und durch feinenEinfiufs fühlt fie die Nothwendigkeit. Da diefel-bige Einförmigkeit und derfelbe Einflufs in dem ift,was wir moralifche Gewifsheit nennen, fo bedarfdie Sache keiner weitern Frage. Was noch übrigift, kann nur ein Streit über Worte fevn.

Und in der That, wenn wir bedenken, wiegenau phyfifche und moralifche Evidenz miteinander verwebt find, und dafs nur eine Kettevon Beweifen zwifchen ihnen ftatt findet, fo kön-nen wir kein Bedenken finden anzunehmen, dafsfie von einerlei jN#tur und von eben denfelben Prin-' cipien