Von dem Willen u. f. w.
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dafs es unmöglich ift ohne fie einen Augenblick zuhandeln oder zu feyn. Ein Fürft, der feinen Unter-thanen eine Abgabe auflegt, erwartet Gehorfamvon ihnen. Ein General, der eine Armee anführt,rechnet auf einen gewiffen Grad von Muth bei ihr.Ein Kaufmann fleht bei feinem Faktor oderHandels-verwefer auf Treue und Gefchickliclikeit. EinHausherr, der ein Mittagsmahl beftellt, hat nichtden mindeften Zweifel, dafs feine Bedienten feinenBefehl ausführen werden. Kurz, da uns nichtsnäher angeht, als unfre eignen und anderer Hand-lungen, fo betrifft auch der gröfste Theil unfrerSchlüffe und Urtheile diefelben. Nun behaupte ich,dafs wer immer nach diefer Weife fchliefst, auchipfo facto glaubt, dafs die Willenshandlungen vonder Nothwendigkeit entfpringen, und dafs er garnicht weifs was er will, wenn er fie leugnet.
Aber diejenigen Dinge, wovon wir das eineUrfache und das andere Wirkung nennen,find an ficli betrachtet, eben fo von einander ver-fchieden und getrennt, wie irgend zwei andre Dingein der Natur, und wir können felbft bei der aller-genaueften Betrachtung derfelben, nicht von demDafeyn des einen auf das Dafeyn des andern fchlie-fsen. Bios die Erfahrung und Beobachtung ihrerbeftändigen Vereinigung fetzt uns in den Stand,einen folchen Schiufs zu machen; und dennoch iftbei alle dem der Schiufs nichts, als die Wirkung derGewohnheit auf die Einbildungskraft. Es ift hiernicht genug zu fagen, dafs der Begriff der Urfache
und