Von dem Willen n. f. w.
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definiren ift eben fo unmöglich, als bei den vorher-gehenden des Stolzes und der Demuth, und es iftauch eben fo unnöthig, fie weiter zu befchreiben;daher erfpare ich mir alle die Definitionen und Di-ftinktionen , womit die Philofophen diefe Materiegewöhnlich mehr verdunkeln als aufhellen; undmache fogleich den Anfang mit jener fo alten Streit-frage über Freiheit und Nothwendigkeit;welche fich bei einer Abhandlung über den Willenfo natürlich darbietet.
Man räumt allgemein ein, dafs die Wirkun-gen der äufserlichen Körper nothwendig find, unddafs in der Mittheilung ihrer Bewegung, in ih-rer Attraktion und wechfelfeitigen Ivohäfion fichnicht die geringften Spuren von Gleichgültigkeitoder Freiheit finden. Jedes Ding ift durch einabfolutes Schickfal zu einem gewiffen Grade undeiner gewiffen Richtung feiner Bewegung beftimmt,und kann eben fo wenig von derjenigen be-ftimmten Linie, in welcher es fich bewegt, abwei-chen, als es fich in einen Engel oderGeift oder fonfteine höhere Subftanz verwandeln kann. Die Hand-lungen der Materie mühen alfo als ßeifpiele vonnothwendigen Handlungen angefehen werden kön-nen; und alles, was in diefer Rückficht eben fo ift,wie die Materie, mufs auch für nothwendig er-kannt werden. Um nun zu erforfchen, ob diefesder Fall bei den Gemiithshandlungen fey, fo wollenwir mit der Unterfuchung der Materie anfangen,und fehen, worauf cler Begriff der Nothwendigkeit
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