jjg Ueber die me nfchliche Natur,
qcler des Haffes von eben cliefem Grunde abbängt,Eine ftarke Inipreffion giebt, wenn fie mitgetheiltwird, eine doppelte Neigung der Leidenfchaften;welche durch eine Aehnlichkeit der Richtung mitdem Wohlwollen und der Liebe verbunden ift; founangenehm die erfte Impreffion auch gewefen feynmag. Eine fchwache Impreffion, die unangenehmtft, ift durch die Aehnlichkeit der Empfindungenmit Uebelwollen und Ilafs verbunden. Wohlwollenentfteht alfo von einem grofsen Grade des Elendes,oder von einem Grade, mit dem wir ftark fympathifi-yen: Hafs oder Verachtung von einem fchwachenGrade, oder von einem Grade, mit dem wir wenigfympathifiren; welches derGrundfatz ift, den ich mirVornahm zu erweifen und zu erklären,
Diefen Grundfatz beftätiget aber nicht alleindie Vernunft, fondern auch die Erfahrung, Eingewiffer Grad der Armuth erzeugt Verachtung; aberein Grad darüber verurfacht Mitleiden und Zunei-gung, Wir können einen Bauer oder Dienftbotenverachten; aber wenn das Elend eines Bettlers fehrgrofs ift, oder nrit fehr lebhaften Farben gefcbijdertwird, fo fympathifiren wir mit ihm in feiner trauri-gen Lage, und fühlen in unferm Herzen deutlicheRegungen des Mitleidens und des Wohlwollens. Einund ebendaffelbige Objekt verurfacht, feinen ver-fchiedenen Graden fgemäfs, ganz entgegengefetzteLeidenfchaften, Die Leidenfchaften muffen alfc»von Gründen abhängen, die meiner Hypqthefe ge-mäls in folchen gewiffen Graden wirken. Die Zu-nahme