xy& Ueber clie menfcliliclie Natur.
pfindungen anderer machen will, dafs man diefeEm-pfindungen felbft fühlt; aber es ift unmöglich, dafswir diefe Sympathie auf die Zukunft ausdehnen kön-nen, wenn uns nicht irgend ein gegenwärtiger Um«ftand, der uns lehr lebhaft afficirt, dazu verhilft.Wenn das gegenwärtige Elend eines andern einenftarken Einflufs auf mich hat, fo fchränkt lieh dieLebhaftigkeit der Vorftellung nicht blos auf ihr un-mittelbares Objekt ein, fondern verbreitet ihrenEinflufs auf alle damit verknüpften Begriffe und icherhalte einen lebhaften Begriff von allen Umftändenjener Perfon, fie mögen vergangen, gegenwärtigoder zukünftig; möglich oder wahrfcheinlich odergewifs feyn. Vermittelft diefes lebhaften Begriffsintereffire ich mich für fie; nehme an ihr Antheil;und fühle eine fympathetifche Bewegung in meinerBruft, die denjenigen Empfindungen gemäfs ift*- dieich mir in ihr einbilde. Wenn ich die Lebhaftigkeitder erften Vorftellung'fchwäche, fofchwäche ich auchdie Lebhaftigkeit der damit verknüpften Begriffe;fo wie die Röhren nicht mehrWaffer geben können,als aus der Quelle hervorkömmt. Durch diefeSchwächung vernichte ich den Blick auf die Zu-kunft, der nothwendjg erforderlich ift, um michvollkommen für das Schickfal eines andern zu inter-effiren. Ich kann die gegenwärtige Impreffion füh-len, aber meine Sympathie geht nicht weiter, unddie Kraft der erften Vorftellung theilt lieh meinenBegriffen der verwandten Objekte nicht mit. Wennmir das Unglück eines andern auf diefe fchwache
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