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Ueber clie inenfcbliche Natur«
es unfer eignes Intereffe in das gute oder böfeSclhck-fal anderer verwickelt, und uns eine abgeleitete Em-pfindung beibringt, die der urfpriinglichen ähnlichift; in welchem Stücke !es’mit Liebe und Wohlwolleneinerlei Einflul's hat. Wenn nun diefe Regel in demeinen Falle Stich hält, warum behält ße ihre Gültig-keit nicht durchgehends, und warum bringt die Sym-pathie bei dem Leiden des andern auch aufser derZuneigung und der Zärtlichkeit noch eine Leiden-Ichaft hervor? Schickt es fich für einenPhilofophen,von feiner Art zu fchliefsen abzuweichen, und dereinzelnen Erfcheinung zu Gefallen, die er erklärenwill, fogleich von dem einen Grundfatze zu dein ent-gegengefetzten zu laufen ?
Ich habe zwei verfchiedene Urfachen erwähnt,von welchen ein Uebergang der Leiclenfchaft entfte-hen kann, nemlich ein doppeltes Verhältnis derBegriffe und Imprei’fionen, und was ihm ähnlich ift,eine Einförmigkeit in der Neigung und Richtungzweier Begierden, welche von verfchieclenen Prin-cipien entftehen. Nun behaupte ich, dafs, wenneine Sympathie mit dem unangenehmen Zuftandefchwach ift, fo bringt fie Ilafs oder Verachtung durchdie erftere Urfache hervor; ift fie ftark, fo bringtfie Li'ebe oder Zärtlichkeit durch die letztere hervor.Diefes ift die Auflöfung der vorhergehenden Schwie-rigkeit, die fo dringend fcheint; und diefes ift ein Prin-cip, das auf fo einleuchtenden Gründen beruht, dafswir es aufgeltellt haben würden, wenn es auch nichtzur Erklärung irgend einer Erfcheinung nöthig wäre.
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