Von der Liebe und dem Haffe.
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Ueberhaupt bemerken wir, dafs es unmöglichift, andern, ,aus welchem Beweggründe es auch fey,Gutes zu erzeigen, ohne einige Rührungen der Zärt-lichkeit und des Gutineinens gegen fie zu empfinden;fo wie das Unrecht, das wir thun, nicht nur Hafsin der Perfon verurfacht, die es leidet, fondern fo-gar in uns felbft. Diefe Erfcheinungen muffen zumTheil aus andern Principien erklärt werden.
Aber liier zeigt fich ein wichtiger Einwurf, denwir nothwendig, ehe wir weiter gehen, prüfen muf-fen. Ich habe mich bemühet zu beweifen, dafsMacht und Reichthum oder Annuth und Schwäche,welche Liebe oder Hafs erwecken, ohne eine ur-fprtingliche Luft oder Unluft hervorzubringen, ver-mittelt einer abgeleiteten Empfindung auf uns wir-ken, die von einer Sympathie mit dem Vergnügenoder Mifsvergniigen entlieht, das fie in dem Men-fcben, der fie befitzt, hervorbringen. Aus einer Sym-pathie mit feinem Vergnügen entfteht Liebe; aus ei-ner Sympathie mit feinem Mifsvergniigen, Iiafs. Aberich erinnere hier an den Grundfatz, den ich ebenerft feftgefetzt habe, und der zur Erklärung der Er-fcheinungen des Mitleidens und der Bosheit unum-gänglich nothwendig ift, nemlich, “dafs es nicht„die gegenwärtige Empfindung oder die augenblick-liche Luft oder Unluft ift, welche den Charakter,, einer Leidenfchaft beftimmt, fondern der allgemei-ne Hang oder die Neigung derfelben von Anfänge„ bis zu Ende “. Aus diefem Grunde bringt Mitleiden,oder eine Sympathie mit Schmerz, Liebe hervor, weilZweiter Band, N
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