Ueber die menfchliche Natur.
dafs der Mangel des Verhältniffes in den Objektenoder Begriffen den natürlichen Widerftreit der Lei-denfchaften hindert, und dafs die Unterbrechung indem Uebergange der Gedanken die Leidenfchaftenvon einander trennt, und ihrem Widerftreite zuvor-kömrat. Eben fo ifts auch mit der Vergleichung;und von dielen beiden Phänomenen können wir mitSicherheit fchliefsen, dafs das Verhältnis der Be-griffe den Uebergang der Impreffionen befördernmuls, weil die Abwefenheit deffelben allein imStande ift, ihn zu verhindern, und das Zutrauen,was eigentlich auf einander hätte wirken muffen.Wenn die Abwefenheit eines Dinges oder einer Be-fchaffen heit eine gewöhnliche oder natürliche Wir-kung aufhebt, fo läfst (ich mit Gewifsheit fchliefsen,dafs ihre Gegenwart zur Hervorbringung der Wir-kung etwas beiträgt.
Neunter Abfchnitt.
Von den Leidenfchaften,welche aus der M i f c h u n gdes Wohlwollens und Uebelwollensmit dem Mitleidenund der Bosheit entftehen.
Auf diefe Art haben wir uns bemüht, Mitlei-den und Bosheit zu erklären. Beide Leiden-fchaften entftehen durch die Einbildungskraft, nach
dem