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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
Seite
175
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V©n der Liebe und dem Haffe. 17J

fehr wefentlichen Stücken verändert feyn, fogleichzurVorftellimg des andern, und macht fich einen folebhaften und ftarken Begriff von demfelben, als ob

wir durch die gerechtefte und authentifchfteSclilufs-

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art unfresVerftandes auf feine Exiftenzgefchloffen hät-ten. Nichts kann uns von diefer Täufchung befreien,felbft unfre Sinne nicht, welche, anftatt diefes falfcheUrtheil zu verbeffern, oft felbft durch daffelbe ver-wirrt gemacht werden und feine Irrthümer zu beftä-tigen fcheinen.

D er Schlufs, den ich aus diefen zwei Princi-pien verbunden mit dein oberwähnten Einfluffe derVergleichung ziehe, ift kurz und entfcheidend. Je-des Objekt wird von einer ihm angemeffenen Er-fchtitterung begleitet; ein grofses Objekt von einergrofsen, ein kleines von einer kleinenErfchiitterung.Wenn alfo ein grofses Objekt auf ein kleinesfolgt, fo macht es, dafs eine grofse Bewegungauf eine kleine folgt. Nun wird aber eine grofseBewegung, die auf eine kleine folgt, noch grüfser,und fteigt über ihre gewöhnliche Proportion hinaus.Da nun aber eine jede Grofse des Objekts mit einemgewiffen Grade der Bewegung gewöhnlich begleitetwird; fo ift es fehr natürlich, dafs wir uns, wenndie Bewegung, gröfser wird, auch einbilden, dasObjekt fey gleichfalls grüfser geworden. Die Wir-kung leitet uns auf die Vorftellung feiner gewöhnli-chen Urfache, ein gewiffer Grad der Bewegung aufdie Vorftellung einer gewiffen Gröfse des Objekts;und wir erwägen nicht, dafs die Vergleichung die

Bevve-