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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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174 Ueber die menfchliche Natur.

derung mit der Vermehrung oder Verminderung derObjekte zu- oder abnimmt, fo können wir nach unfernvorhergehenden *) Principien fchliefsen, dafs es einezufammengefetzte Wirkung ift, die aus der Verbin-dung der verfchiedenen Wirkungen, die von jedemTheile der Urfache herkommen, entfpringt. JederTheil der ausgedehnten Gröffe und jede Einheit derZahl, hat eine hefondere Bewegung bei fich, wennfie im Gemiithe vorgeftellt wird; und obgleich diefeBewegung allein genommen nicht allemal angenehmift, fo wird fie es doch durch ihre Verbindung mitandern, und hilft dadurch, dafs fie die Lebensgei-fter zu einer gewiflen Höhe treibt, die Bewunderunghervorbringen, welche jederzeit angenehm ift. Giebtman diefes in Anfehung der Ausdehnung und Zahlzu, fo kann man keine Schwierigkeit in Abficht aufTugend und Lafter, Witz und Aberwitz, Reich-thum und Arrnuth, Glück und Unglück und andreObjekte diefer Art machen, welche allemal von ei-ner fehr merklichen Erfchiitterung begleitet werden.

Das zweite Princip, auf welches ich hier Rück-licht nehmen will, ift das von unfrerAnbänglichkeitan allgemeinen Regeln, welches einen fomächtigen Einflufs auf unfre Handlungen und Er-kenntniffe hat, und fogar fähig ift die Sinne zu täu-fchen. Wenn man durch Erfahrung gefunden hat,dafs ein Objekt bisher allemal von einem andern be-gleitet gewefen ift; fo fliegt unfre Einbildungskraft,1 b bald das erfte Objekt erfcheint, follte es auch in

fehr

*) B. I. Th. Abfchn. ij.