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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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Von der Liebe und dem Haffe.

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mittelbaren Impreffion oder im Begriffe des Ob-jekts liegt, fo mufs er in einer andern fie begleiten-den Impreffion liegen.

Um diefen Urnftand zu erklären, mufs ich hierzwei Principien anführen, wovon das ein ein der Folgeriiefer Abhandlung ausführlicher erklärt werden wird;das andere aber fchon im vorigen hinlänglich gerecht-fertiget ift. Ich glaube, man kann ficlier als einen all-gemeinen Grundfatz annehmen, dafs kein Objekt inden Sinnen vorgeftellt, und kein Bild in der Einbil-dungskraft formirt wird, das nicht von einer ihmangemeffenen Erfchütterung oder Bewegung der Le-beusgeifter begleitet wäre; und fo unmerklich unsdiefe Empfindung auch durch Gewohnheit werdenmag, und fo leicht wir durch fie veraniafst werdenmögen, fie mit dem Objekte oder dem Begriffe zuverwechfeln, fo werden diefe Empfindungen den-noch durch forgfältige und genaue Verfuche leichtabgefondert und unterfchieden werden können.Denn, um nur einige Beifpiele von der Ausdehnungund Zahl anzuführen, fo ift offenbar, dafs ein fehrgrofses Objekt, wie' der Ocean, eine fich weit er-ftreckende Ebene, eine unüberfehliche Kette von Ber-gen, ein fehr langer und breiter Wald; oder einezahlreiche Menge von Dingen wie eine Armee, eineFlotte, ein Haufen Volks in der Seele eine fühlbareErfchütterung erregen; und dafs die Bewunderung,welche bei der Gegenwart folcher Objekte entfteht,eines der lebhafteften Vergnügen ift, deffen diemenfchliche Natur fähig ift. Da nun diefe Bewun-derung