t6o Ueber die menfchliche Natur.
riiefes Vergnügen ift nichts als eine zweite Zurück-zahlung jenes urfprünglichen Vergnügens, welchesvon ihm felbft ausging. Diefes abgeleitete Vergnü-gen der Eitelkeit wird zu einer der hauptfächlich-ften Empfehlungen des Reichthums, und ift derHauptgrund, weshalb wir fie entweder felbft begeh-ren oder in andern achten. Hier ift alfo eine dritteRückftrahlung des urfprünglichen Vergnügens; dienach ihr folgenden Bilder und Reflexionen zu unter-fcheiden, ift fehr fchwer, weil fie fchwach find,und lieh unter einander verwirren.
Sechfter Abfchnitt.
Von dem Wohlwollen und dem Uebel-wollen.
M an kann die Begriffe mit der Extenfion undSolidität der Materie, und die Impreffionen, befon-ders die von der Reflexion entfprungenen mit Far-ben, Gefchmacks - und Geruchsvorftellungen undandern finnlichen Eigenfchaften vergleichen. Be-griffe laffen nie eine gänzliche Vereinigung zu, fon-dern fie find mit einer Art von Undurchdringlich-keit verfehen, wodurch fie fich einander ausfchlief-fen, und zwar durch ihre Verbindung, aber niedurch ihre Mifchung ein Ganzes ausmachen können.Dagegen find Impreffionen und Leidenfchaften einergänzlichen Vereinigung fähig, und können gleichden Farben fo vollkommen zufammen gemilcht wert
den.