Von der Liebe und. dem Haffe.
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fatz und Abficlit von ihr verurfacht feyn muffe. EinMenfch, der uns durch einen Zufall verwundet oderweh timt, wird deshalb nicht unfer l'eind, und ge-gen einen , der uns auf gleiche Weife einen Dienfterweifet, halten wir uns nicht zur Liebe oder Dank-barkeit verbunden. Wir fchätzen die Handlungennach den Abfichten, und je nachdem diefe gut oderfchlecht find, werden fie Urfachen der Liebe oderdes Haffes.
Allein hier muffen wir einen Unterfchied ma-chen. Wenn die Eigenfchaft in einem andern, wel-che gefällt oder mifsfällt, beftändig und bleibend infeiner Perfon und Charakter ift, fo wird fie unab-hängig von der Abficht, Liebe oder Hafs verurfa-chen; fonft aber ift eine rErkenntnifs, ein Vorfatznöthig, diefe Leidenfchaften zu erwecken. Werdurch feine Häfslichkeit oder Thorheit unangenehmwird, wird von uns verabfcheuet, obgleich nichtsgewiffer ift, als dafs er nicht im geringften willensift, uns durch diefe Eigenfchaften zu mifsfallen.Wenn aber das Mifsvergnügen nichtvon einer Eigen-fchaft, fondern von einer Handlung herrührt, diein einem Augenblicke hervorgebracht und vernichtetift, fo ift nöthig, wenn fie ein Verhältnifs hervor-bringen, und die Handlung gehörig mit der Perfonverknüpfen foll, dafs fie mit befonderem Vorbedacht,mit Abficht gefchehen fey. Es ift nicht genug, dafsdie Handlung von der Perfon herriihre, und diefelbezu ihrer unmittelbaren Urfache und Urheber habe,Diefes Verhältnifs allein ift zu fcliwach und zu unbe-
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