Von 3er Liebe und dem Haffe.
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und neben mir ein fchönes Gebäude, mit dem ichaber in keiner Gemeinfchaft ftehe: nun glaube ichnicht, dafs irgend jemand behaupten wird, dafsdiefer Menfch mir denfelbigen Refpeckt bezeugenwerde, als ob ich Eigenthiimer des Pallafts wäre.
Nicht fo einleuchtend ift es auf dem erften An-blick, dafs zu diefen Leidenfchaften ein Verhältnifsder Impreffionen erfoderlich fey, und diefes deshalb,weil bei dem Uebergange die eine Impreffion mit derandern fo fehr zufammenhängt, dafs fie gewifferma-fsen fich gar nicht von einander unterfcheiden laffen.Da wir aber bei dem Stolze und der Demuth diefeTrennung fo leicht vornehmen und beweifen konn-ten, dafs jede Urfaclie diefer Leiderifchaft eine be-fondere Luft oder Unluft hervorbringt, fo hoffeich diefelbige Methode mit gleichem Glücke anzu-wenden, wenn ich die verfchiedenen Urfachen derLiebe und des Haffes insbefondere unterfuche. Daich aber gern bald zu einem vollen und entfcheiden-den Beweife diefer Theorie kommen möchte, foverfchiebe ich diefe Unterfuphung noch auf einenAugenblick, und will mich unterdeffen bemühen,alle meine Schlüffe in Anfehung des Stolzes und derDemuth auf mein gegenwärtiges Vorhaben anzuwen-den, und diefe Anwendung durch einen Beweisgeltend zu machen, der auf unbezweifelte Erfah-rung gegründet ift.
Es giebt wenig Menfchen, die in ihrem eigenenCharakter, oder Geifte, oder Glücke eine vollkom-mene Befriedigung finden, und die nicht begierig
wären,