Uebei' clie menfcliliche Natur.
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tifche Perfon, deren Gedanken, Handlungen undEmpfindungen wir uns fo innigft bewufst find; fo iftdas Obj ekt der Liebe und des Haffes eine anderePerfon, deren Gedanken, Handlungen und Em-pfindungen wir uns nickt bewul’st find. Diefes lehrtdie Erfahrung deutlich und hinreichend. UnfreLiebe und unfer Hais gehen allemal auf ein empfin-dendes Wefen aufser uns; und wenn wir von derSelbftliebe reden, fo nehmen wir das WortLiebe nicht im eigentlichen Sinne, und die Empfin-dung, die lie hervorbringt, bat mit jener zärtlichenGeuiüthsveränderung, die durch einen Freund oderein 'Mädchen erregt wird, nichts gemein. Eben foifi es auch mit dem Haffe. Unfre eignen Felder undThorheiten können uns fclnnerzen ; aber Zorn oderHafs können nur die Beleidigungen anderer erregen*Ob aber gleich allemal eine andere Perfon dasObjekt der Liebe und des Haffes ift, fo ift dochklar, clafs, eigentlich zu reden, das Objekt nichtdie Urfache diefer Leidenfchaften, oder alleinhinreichend fey fie zu erwecken. Denn da Liebeund Hafs in ihren Empfindungen gerade entgegen-gefetzt find, und daffelbige Objekt gemein haben,fo müfste es, wenn es zugleich ihre Lh-fache wäre,diefe entgegengefetzten Leidenfchaften in einemgleichen Grade hervorbringen; und da fie vom er-i’ten Augenblicke an einander vernichten müfsten,fo könnte keine derfelben je in der Seele zur Wirk-lichkeit kommen. Es mufs alfo eine von dem Ob«jt-kte felbi’t verfchiedene Urfache da feyn.
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