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Ueber die menfcliliche Natur.
der Realität der Leidenfchaft, mit der wir fympathifi-ren, überzeugt werden; aufser diefem Verhältniffe, fageich, mufs noch die Aehnlichkeit und die Kontigui-tät fich wirkfam beweifen, wenn wir die Sympathiein ihrer ganzen Vollkommenheit fühlen follen. Undda diefe Verhältniffe einen Begriff ganz und gar ineine Impreffion verwandeln, und die Lebhaftigkeitder letztem, der erftern fo vollkommen mittheilenkönnen, dafs bei dem Uebergange gar nichts verfüh-ren geht, fo können wir uns leicht vorftellen, wiedas Verhältnis der Urfache und Wirkung alleinfchon einen Begriff ftärken und beleben könne. Inder Sympathie ift alfo eine offenbare Verwandlungeines Begriffs in eine Impreffion. Diefe Verwand-lung entfteht aus dem Verhältniffe der Objekte zuuns felbft. Unfer Selbft ift uns aber beftändig innigftgegenwärtig. Und wenn wir daher alle diefe Um-ftände vergleichen, fo werden wir finden, dafs dieSympathie den Wirkungen unferes Verftandes auf dasgenauefte korrdpondirt; und felbft noch etwasBewundernswürdigeres und Aufserordentlicheresenthält.
Doch nun ift es Zeit unfern Blick von der all-gemeinen Betrachtung der Sympathie auf den Ein-flufs zu‘wenden, den fie bei dem Stolze und derDe-muth beweift, wenn diefe Leidenfchaften von Lobeund Tadel, von Ehre und Schande entfpringen.Wir bemerken, dafs niemand von einem andern umeiner Eigenfchaft willen gelobt wird, welche nichtauch, wenn fie wirklich ift, in demjenigen, der
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