Ueber die m en fchli che Natur.
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gen nach Vergnügen haben, fo kann nichts wahr-fclieinlicher feyn als die Wirklichkeit deffelben, wennkein äufseres Hindernifs feiner Enthebung im Wegeftehet, und die Menfchen werden daher keine Ge-fahr inne, wenn fie ihren Neigungen folgen. IhreEinbildungskraft ftellt ficli in diefem Falle die Be-friedigung fchon vorher vor, und verfchafft ihnendiefelbige Freude, als ob fie von ihrer realen und.wirklichen Exiftenz überzeugt wären.
Aber diefes erklärt das Vergnügen, welchesmit Reichthüinern verknüpft ift, noch nicht hin-länglich. Ein Geizhals empfindet Vergnügen überfein Geld, das heifst über das Vermögen, dases ihm giebt, fich alle Bequemlichkeiten und Ver-gnügungen des Lebens zu verfchaffen, ob er gleichweifs, dafs er fein Geld vierzig Jahre hindurch be-feffen hat, ohne es jemals anzuwenden; und folg-lich kann er durch keine Art von Raifonnementfchliefsen, dafs die reale Exiftenz diefer Vergnügun-gen näher wäre, als wenn er aller feiner Befitzungengänzlich beraubt wäre. Aber ob er gleich auf keineArt fo fchliefsen kann, wenn er von einer wirkli-chen Nähe desBefitzes des Vergnügens reden wollte,1 o bildet er fich doch wenigftens gewifs einihm näher zu kommen, wenn alle äufsern Hinder-niffe gehoben, und alle die mächtigen Gründe desEigennutzes und der Gefahr, die fich ihm entge-genftellen, bei Seite gefchafft find. Eine fernere Aus-einanderfetzung diefes Punkts rnufs ich bis zu derAbhandlung von dem Willen verfehieben, wo
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