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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
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lieber die menfchliche Natur.

keit hernimmt. Sein Weia hat, wenn man ihmglauben will, einen feinem, lieblichem Gefchmackals andere; feine Gerichte find ausgefuchter; feinTifch gefchmackvoller; feine Bedienten gefcliiekter;die Luft, in welcher er lebt, ift gefunder; der Bo-den, den er baut, fruchtbarer; feine Früchte rei-fen zeitiger, und gelangen zu gröfserer Vollkom-menheit: die eine Sache ift uin ihrer Neuheit, dieandre rj'egen ihres Alterthums merkwürdig: diefesift das Werk eines berühmten Kiinftlers; jenes hateinmal einem Fürften oder einem grofsen Manneangehört: kurz, alle Dinge, die nützlich, fchönoder bewundernswürdig find, oder mit folchenMenfchen in einer Verbindung ftehen, können ver-mittelt: des Verhältniffes des Eigenthums, diefer Lei-denfchaft Nahrung geben. Diefe Gegenftände kom-men in fonft nichts überein, als dafs fie fämtlichVergnügen erwecken. Dies ift das Einzige, was ih-nen gemeinfchaftliclr zukommt; und alfo mufs esdie Eigenfchaft feyn, welche die Leidenfchaft her-vorbringt, da fie die gemeinfchaftliche Wirkung die-feri[Dinge ift. Da nun ein jedes neues Beifpiel einneuer Beweis ift, und hier unendliche Beifpiele find,fo Avage ich es zu behaupten, dafs kaum eine Theo-rie durch dieErfahrung fo vollftändig betätigt Avird,als die, Avelche ich hiervorgetragen habe.

Wenn das Eigenthum eines Dinges, welchesentweder durch feinen Nutzen, oder Schönheit,oder Neuheit Vergnügen erweckt, durch ein dop-peltes Verhältnifs der Impreffionen und Begriffe

Stolz