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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
Seite
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Von dem Stolze und der Demutli. dj

Namens und gleicher Familie übertragen, als wennderUebergang den allgemeinen Regeln gemäfs, vonVater zu Vater, oder von Bruder zu Bruder ginge.

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Zehnter Abfchnitt.

Vom Eigenthum und Reichthürnern.

Das Verhältnis, welches für das engfte gehal-ten wird, und das unter allen die Leidenfchaft desStolzes am gewühnlichften erzeugt, ift das Verhält-nis des Eigenthums. Diefes vollftändig zu ent-wickeln ift unmöglich, bevor ich nicht von der Ge-rechtigkeit und andern moralifchen Tugenden zu-gleich handeln kann. Indeffen ift es zu unferm ge-genwärtigen Vorhaben genug, zu bemerken, dafsdas Eigenthum ein folches Verhältnifszwifchen einer Perfon und einer Sachefey, wodurch der freie Gebrauch undBefitz derfelben ihm allein verftattet,und jedem andern unterlagt ift, jedochunter der Einfchränkung, dafs er dieGefetze der Gerechtigkeit und Billig-keit dabei beobachten rnufs. Wenn alfodie Gerechtigkeit eine Tugend ift, die einen natür-lichen und urfprünglichen Einflufs auf das Gernüthhat, fo kann das Eigenthum als eine befondere Artder Kauffalität *) angefehen werden; wir mö-gen

*) Dafs Eigenthum eine Art von Verhältnifs fey,das eine Verknüpfung zwifchen der Perfon und

dem