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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
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Ueber die menfchli ehe Natur.

Neunter Abfchnitt.

Von .den äufferlichen vortheilhaftenun d na c h t h c i 1 i g e n u m ftä n d e n.

licli und unmittelbar von denen Eigenfchaften unfe-rer Seele und unfers Körpers herrühren, welche dasSelbft ausmachen, fo lehrt doch die Erfahrung,dafs es viele andere Dinge giebt, welche Urfachendiefer Leidenfchaften werden, und dafs die ur-fprünglichen von der Mannigfaltigkeit der fremdenund äuffern gewiffermafsen verdunkelt und ver-{ C V, hin gen werden. Wir fetzen in Häufer, Gärten,Equipage u. f. w. eben fowohl eine Eitelkeit, als inperfötiliche Verdienfte und Vollkommenheiten; undwiewohl diefe äufsern Gegenftände des Glücks anfich von der Perfon weit entfernt find, fo haben fie Idoch einen beträchtlichen Einflufs auf eine Leiden-fchaft, welche fie zu ihrem letzten Objekte hat.Diefes gefchiehet, wenn die äufsern Dinge in ein be-fonderes nahes Verhältnifs mit unfertn Selbft kom-men, und mit uns afföciirt oder verknüpft werden.Ein fchüner Fifch' im Ocean, ein Thier in derWiifte, und überhaupt ein jedes Ding, das uns we-der angehört, noch fonft eine Beziehung auf unshat, hat auf unfre Eitelkeit gar keinen Einflufs, mitio aufserordeutlichen Eigenfchaften es auch begabtfeyn und fo einen grofsen Grad der Verwunderungund des Erftaunens es auch durch feine Natur ver-

der Stolz und die Demuth, vornem-

urfa-