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2 (1791) Ueber die Leidenschaften
Entstehung
Seite
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2g Ueber die menfchliche Natur.

Selbft, das Objekt der Leidenfchaft, Beziehung:kein Wunder, dafs die ganze Urfache, die aus ei-ner Eigenfchaft und einem Subjekte befteht, fo un-vermeidlich die Leidenfchaft erweckt.

Diele Hypothefe kann ich zu ihrer Erläuterungmit einer andern vergleichen, durch welche ichfclion den Glauben erklärt habe, der die Urtheile,welche auf der urfachlichen Verbindung beruhen,begleitet. Ich habe dafelbft bemerkt, dafs in allenUrtheilen cliefer Art, jedesmal eine gegenwärtige lm-prel'fion und ein mit ihr in Verhältnifs flehenderBegriff zu finden ift; und dafs die gegenwärtige Im-preffion der Phantafie eine Lebhaftigkeit ertheilt,welche das Verhältnifs durch einen leichten Ueber-gang zu dem damit verknüpften Begriffe bringt.Ohne die gegenwärtige Impreffion hat die Aufmerk-famkeit keine Feftigkeit, und die Lebensgeifter findohne Kraft. Ohne das Verhältnifs bleibt diefe Auf-merkfamkeit bei ihrem erften Objekte, und kei-ne Beziehung auf das folgende. Es ift ficlntnrlicheine ftarke Analogie zwifchen diefer Hypothefe undunfrer gegenwärtigen, nach welcher eine Impref-fion und ein Begriff, vermittelft ihrer zwiefachenVerknüpfung, fich in eine andre Impreffion und ineinen andern Begriff verwandeln. Und diefe Ana-logie ift gewifs kein zu verachtender Beftätigungs*grund für die Wahrheit beider Hypothefen.

Sech*