Druckschrift 
1 (1738) Von den Ordens-Männern
Entstehung
Seite
150
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oxxxv.

Ein Listercienser-Mönch im Lloster 6e !a

genannt.

dem Cistercienser-Orden findet sich auch ein Closter/ soim Frantzösischenäslä Krapps heisset/ und unter dem Ti-tut der Allerheiligen Jungfrauen x-Lnse rn derGrafschafft1 s psrcksdesSagtensischen Bistthums/ vermittelst kobertin. Grassens/ und seiner Ehegemahlin lolenäa, Anno 1140.geftifftet worden. Der erste Vorsteher dieses Closters ist derEhrwürdige ääsmus gewesen/ ivelcher wegen seines heiligenLebens berühmt war/ dessen im dritten Buch des Se^umi kur-tzen Begriffs der heiligen Cifterciensec gedacht wird/ und ind 4 enoloßio eillercienti.wie auch im heiligenNocmandien aufden 7. Mast/ ingleichen bey lVIsuriquer: com. i. ^nn. H4Q.cap. ir. zu lesen ist. Hernach ward Anno I662.soti3nner^rmsm!e Lourkillier äe i^snce daselbst Abbt / welcher sichdahin beflissen/ daß die alteStrenge des Heil. Cistercienser-Ordens wieder empor kommen möchte / oder vielmehr eineneue Art zu leben eingeführet wurde/ wie ihm denn auch her»nach etliche wenige Closter dieses Ordens hierinnen gefolgekhaben. Diese Geistliche leben einsam/ von aller menschlichenGesellschafft entfernet/ und halten auch unter sich ein stetigesStillschweigen / ausgenommen / wenn sie beyeinander ver»sammlet von Clösterlichen Tugenden sich unterreden. VonFleisch/ Eyern/ Fischen/ enthalten sie sich jederzeit/ es sey denn/daß sie kranck seyn/ und begnügen sich mit Hülsen-Gcmüß/Kräutern/ Früchten und Wurtzeln/so sie manchmal mit Milcheinmachen/ meiftentheils trincken sie Wasser oder Bier. Sieschlaffen gekleidet auf einem Bett von Spreuern / und alleNacht stehen sie auf/ die so genandte Metten zu singen. Siedörffen nicht aus dem Closter / es sey denn daß sie miteinanderim Felde arbeiten. Wenn sie sich in Todes Gefahr befinden/werden sie in den Chor getragen/ aufeinen Spreuer-Sack ge.

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