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Stobiinbimlität.
fittlid) »ermittelte Onbioibualität imb ftel)t infofern bemSiaturell gegenüber, worunterwir bie in natürlicher Unmittelbarfeit heroortretenbe ©igent^ümlic^feit beS Emgelnen»erfteben. 3116 ©ubjectioität begeid)nen wir bie Onbioibualität, infofern fie inber ©ßhäre be6 Urteils fi<h geltenb madft; al6 ©emütl; faßt fie in ber Oiefe be6©elbftbewußtfeinS unb gugleid) in ihrer SBegiel)ung gu bem Unenblidjen unb ©Bttlichenficb gufammen.
Sffio ba6 9ied)t ber Sßerfönlidjfeit felbft, ba6 Siecht be6 Söienfdjen, ©elbftgwed ju Ifein, nodf nicht gur Slnerfennung gefommen ift, ba läßt fid) eine Slnerfennung beS Siechte?unb ber SBebeutung ber Onbioibualitat nicht erwarten; benn bem SDienfchen fann erftbann geftattet werben, ein eigentümlicher ju fein, wenn ihm ba6 Siecht guerfannt Wor=ben ift, ein felbftänbiger gu fein. 3n ber öordjrifitidhen orientalifchen 355eit»ermiffen wir, in ber Ergieljung wie in bem gefammten Sieben, mit bem einen auchbaS anbere: überall unb in allen SBe&iebungen, im häuSlid)en unb bürgerlichen, wie imreligiöfen Sieben, wirb burd; ba6, auf bie eine ober anbere SBeife al6 ein ©BttlidjeSbargeftedte, SIKgemeine ba§ Onbioibuede fo überwogen, baß ba6 ihm gebübrenbe Sied)tbaburd) beeinträctjtigt ift. 3lud; ba6 ifraelitifcbe Sßolf ift »on biefer Einfeitigfeitnidjt frei. Obwohl b' er burd; ben ©lauben an ben perfönlidjen ®ott ber Offenbarungauch ba6 Siecht ber menfdjlicben Sßerfönlichfeit in b»b er em ©rabe gur Slnerfennungfommt unb bamit zugleid; bie 3nbi»ibualitat freier fi<b entfaltet; fo fommt fie bod)noch nidjt gu ihrem »öden Sied;te, unb bie Ergiehung wirb »orgugSweife zur gucht imengeren ©inn, al6 bem SBeftreben, gu »erhinbern unb gu befeitigen, wa6 bem ©efefcewiberfpridjt, im Unterfchiebe »on ber ^Bemühung, ba§ in ber eigentümlichen SlnlagebeS ^BglingS ©egebene in Uebereinftimmung mit bem ©efefce het&orzubilben unb guentwideln. Oer orientalifchen Sffielt gegenüber würbe burd) bie griechifdfe unb nachberen 3Sorbilbe bann aud; burd; bie römifdje Ergiel)ung bie Onbibibualität »ertreten,
Wie ja biefen SBBlfern aud; ba6 gcttlidje Sldgemeinc in einer SBeife, wie e6 in feinerber orientalifchen ^Religionen aud; nur annähernb ber $ad war, in eine SDienge inbi=»ibueller menfchenähnlicher ©eftalten fich gefonbert hatte. ©leichwohl finben wirnur feljr feiten »on ben ©djriftftedern be6 claffijchen 3llterthum6 bie Onbieibualitat bemErzieher auSbrüdlid) gur 33erücffid>tigung empfohlen. 3lriftotele6 (Pol. III. 1.) ent--wicfelt furg, aber treffenb au6 ber SBeftimmung be6 SDienfchen gum ©taate als einemau6 ©liebem, welchen eigentümliche gunctioneu obliegen, beftehenben Organi6mu6 bie•Jiothwenbigfeit eigentümlicher ^Begabung ber Einzelnen. ®heohh*a|VS S^arabtere fteUenbefanntlich nur bie Earicatur be6 Onbiöibueden bar; unb beS SfofratcS Sleußerungüber feine »erfcßiebene SBehanblung ber »erfdjiebenen Onbieibualitäten »on EßhotuS unbOheoh»nihu6 hat e6 eben bem Umftanbe, baß fie fo adein fleht, zu »erbanfen, baß fie»on Eicero (De Orat. III, 9; Brut. 56) unb »on Ouintilian (II. 9; X. 1,74)wieberholt citirt wirb. Oiefe beiben Siörner hüben benn auch, an jene Sleußerung an=fnüpfenb, ba6 SBodftünbigfte unb Oreffenbfte gejagt, wa6 im Sllterthum über unferen©egenftanb gu finben ift, unb aud; auf ben lebten ©runb ber inbi»ibueden ^BegabungWei6t Eicero fd)Bn hin, Wenn er (De Orat. I., 25) fagt: Sunt quidam ita in iisdernrebus habiles, ita naturae muneribus ornati, ut non nati, sed ab aliquodeo ficti esse videantur. ®er ©a«he nad) giebt ©ofrate6 in ber 3lrt, wie er na=mentlid) in ben platonifdjen Oialogen auftritt, ein bewunbern6würbige6 Süufter berSBehanblung ber 3nbi»ibualität, unb wenn eine folche SBehanblung nicht öfter auSbrüd--lieh geforbert wirb, fo erflärt fich bieS eben barau6, baß fie, ben ©riechen namentlich/fich »on fetfi »erftanb. Sluf ber anberen ©eite aber bürfen wir hoch auch nicht »er--fennen, baß auch in ber antifen Sffielt Siecht unb ^fließt ber Onbbibualität bod) nod)nid;t in ber rechten Sffieife gur ©eltung famen. ®iefeS ift namlid; nur ba möglich/ wobiefelbe al§ eine »on ©ott gewodte unb gu einer beftimmten gunction im Organismusber SDienfchheit berufene aufgefaßt wirb. On ber antifen 2Mt aber würbe bie 3mbibibualität eben nur au§ bem SBegriffe beS ©taate6 abgeleitet unb wieberum auf bennationalen ©taatSgwed begogen. Unb barauS erflärt fich nicht nur, wie burd) baS 3m