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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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3itctyteitä.

gefcpidten ©eiftlidjen unb Schullehrern gestattet, junge Seutc ju ©lementarfdjutlehrernsorjubereiten; ed müßen jebodj alle, welche fiep bamit Bekräftigen wollen, bie ©rlaübnidbaju bei ber betreffenben S3el)örbe nad)fud)en, welche biefelbe nur, wenn biefe Slrt berVorbereitung bie bollftänbige ©rreidjung bed ßweded hoffen läßt, gu erteilen, jebod)babei bie SJorfdjrift $u machen hat, baß ber berechtigte nur foldje Snbibibuen jurllnterweifung annehmen bürfe, welche in beut öffentlichen Sdjullehrerfeminar, bad inbem greife ihred Slufenthaltdorted fiep befinbet, bereitd geprüft ober jur Sinnahnte ge=eignet befunben worben finb, jebod) jur $eit bie Slufnal)me in bemfelben nid)t habenerhalten tonnen" (Slerorbn. b. 5. 3uni 1835, §. 113). ®ad ©efeh, bad S3olföfd)ul=»efen betreffeub, bom 26. Slpril 1873 beftimmt §. 17:Sehramtdadpiranten, iioetdjejtoar nicht auf einem (Seminar gebilbet finb, aber ben 9tad)weid führen, baß fie anber*rceitig bie erforderlichen Senntniffe unb hinreid)enbe Sehrübung erworben haben, fönnen,falls gegen ihre flttlidje Rührung fein Slnftaub ju erheben ift, fid) ebenfaHd ben be=jeidjneten Prüfungen unterwerfen." »od.

SubibibltQlttät. Siteratur: Sicero, De Orat. I., 25, 28; II., 20, 24;III, 9, Bgf. Brut. c. 56. Quintilian, Inst. I. 8. Q. 3f. SBagner, ißhi=lofophie ber ©rgiehungdfunft, S. 87 ff. S. ißaul, Sebana, §. 25. § erbart,Söricfe über bie Slnwenbung ber fßfpcbologie auf bie ißäbagogif. Sämmtlidje SB. X, 1 .®. 343 ff. Schleier mach er, IDtonoIogen, S. 26; ©runbriß ber phitof. ©tl)if,heraitdgeg. Bon Sweften §. 130; ©rjiehungdlehre, S. 692 u. a. a. SD. SB. b. fmm=botbt, Sbeen 31 t einem SSerfud),bie ©rengen ber SBirffamfeit bedStaatd ju beftimmen.@ef. SB. VII., S. 10 ff. S3enefe, ©rgiehungd* unb Unterrichtdlehre, §. 9.SBaifc, ipäbagogif, S. 156 ff. Stop, ©nepftopäbie berißabagogif, bef. S. 107 ff.,Uber bie Qnbibibualität bed Sehrerd, S. 261. 3 . ff. ©. füteper, 5Det Sebendberuf.©ine iDtofaifarbeit. ©utin, 1851, wo namentlich and ©oethe biel Sreffenbed beige*brad)t ift. *p. äJtöbiud, ©inige S3emerfungen über bie päbagogifche Slufgabe ber3nbibibualifirung, namentlich in ber S3olfdfd)üle. fünfter 3al)redberid)t über badSeljrerfeminar ju ©otl)a. ©otha 1870. S3on früheren Strt. finb 31 t bgl. Slnlagen,Veobad)tung, ©haraftcr, ©enie; unb fdjließlid) barf ber SBerfaffer fid) erlauben, auffeine eigenen©runbgüge ber ©rgieljungdlehre", §. 25 35, pinjuweifen, wo feinesSßiffenS bie audführlid)fte päbagogifche Slepanblung biefed ©egenftanbed fid) finbet.

Slld principium individualitatis gilt befanntlid) ber Sag:Quodvis iudividuumost omnimode determinatum. 35ad -Onbibibunm ift bentnad) uein ©ingelbing, Weld)edBon allen anberen burd) gewiße eigentümliche SJterfmale ober Sleftimmungen fid) unter*fheibet". 3n bem ftrengeren Sinn, in weld)em man nur einem organifdjen SBefen3nbioibualität jufdjreibt, gehört aber weiter ju biefem begriffe, baß bie eigentümlichenÜJterfmale unb Sleftimmungen nicht bloß jufäHig getoorben finb, fonbern and ber Staturbed 3)inged, aud einem eigenthümlidjeu Sebendprincip herborgepen; unb in bem ftrengftenSinne, in welchem wir ben DJtenfdjen namentlich aud) burch bad fßräbicat ber 3 nbibi=bualitat bon ben SBefen nteberer SDrbnnngen unterfcpeiben, fdjließt ber S3egriff ber 3fn=bioibnalität biefed ein, baß »bie einzelnen 9Jtenfd)en urfprünglid) begriffdmäßig bon ein*anber berfd)ieben" finb; »begriffdmäßig, b. !) nicht nur, weil fie in 9taum unb ,ßeitanbere finb, fonbern fo, baß bie ©inpeit, aud welcher bad in Staum unb 3 eit ©efeljtefief entwidelt, berfdjieben ift; urfprünglid), b. h- fo, baß bie S3erfd)iebenl)eit nid)t etwanur geworben burd) bad gufammenfein .mit berfd)iebenen, fonbern innerlich g 4 e hl ift",(®d)leiermad)er, Spftem ber Sittenlehre, h«audgeg. bon Sweften, §. 130). ®ie3nbinibualität ift alfo eine in ber Statur bed 5Dtenfd)en urfprünglid) angelegte, mithingottgewollte unb angeborene. 3$on ber ißerfönlid)teit ift bie 3 nbibibualitat fo un=terfhieben, baß bie Unbibibualität ber Inbegriff ift ber in ber Statur bed einjetnenSRenfdjen angelegten unb aud ipr entwidelten ©igenthihnlid)feiten, woburd) er bon allenanteren ©injelwefen fid) unterfd)eibet; waprenb er oermöge feiner fßerfBntichfeit Selbft*J'oed ift, in biefer feiner Seftimmung fid) erfennt, bon anberen unterfdjeiDet unb ihnengegenüber mit fittlid)er Freiheit ftd) behauptet. ®er ©haratter (f. b. Slrt.) ift bie