Gesner.
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6ivsroniüva (1716, 1733, 1755) und die elirvstomatiiia Miuiaua (1723, 1763, 1776).Die Auswahl des Lesestoffes wird man nicht gerade tadeln, obschon dort noch einegroße Befangenheit gegen die Lectüre ganzer Ciceronianischer Reden hervortritt, hiermehr der realistische Gesichtspunct geltend gemacht wird, den man ja allein bei einemSchriftsteller wie Plinius einnehmen darf.
Das Verdienst, das Studium des Griechischen in Deutschland wieder erweckt zuhaben, nimmt er selbst für sich in Anspruch (IsuA. I, 167); er hat es durch seinegriechische Chrestomathie (1734, 1755 und öfter) gethan, welche durch die Mannig-faltigkeit des Stoffs und die Auswahl aus den verschiedenen Schriftstellern Lust machensollte die ganzen Schriftsteller zu lesen. Allerdings waren diese damals noch nicht sehrzugänglich. Er sagt ausdrücklich: rnalim xro ssiootis ioois xosso IsZi totos sorixtoros,totnvr Rtzrockotum, totum Xsnoxtrontom, si ros alias Iiabsrot taonltatsw (IsaZ. I,
17 0). Plutarch cko ocknoatioas xnsrornm oder cks ratioas anckisnäi xostas, die damalsviel gelesen wurden, empfiehlt er wegen des Inhalts mehr zur Schullectüre (IsaZ. I,164) und von einein andern Vorurtheile seiner Zeit, nach welchem der Anfang imGriechischen mit dem Neuen Testamente gemacht zu werden Pflegte, hat er sich wenig-stens theoretisch emancipirt. Eher ist er für die Homerischen Gedichte, vorausgesetztdaß der Lehrer dazu geschickt ist; auch über die Tragiker giebt er schon verständige Be-merkungen. Von einem facultativen griechischen Unterrichte will er nichts wissen.
Bereits in den institntioass hatte er Sorgfalt in Betreff der Mutterspracheempfohlen und die Sprachmengerei eben so getadelt als den übertriebenen Purismus.Für die Schulen stellt er den Grundsatz auf patria linZus, von noAliAsnäa, gnoävitium olira soliolarum erat (Isax. I, 98). Bilden solle man sich in derselben durchGespräche, durch grammatischen Unterricht, für den er Gottscheds Grammatik (a. a. O.105) besonders empfiehlt, durch Lectüre classischer Schriften und besonders durch Über-setzungen, namentlich aus den alten Schriftstellern. In diesen letzteren Uebungen findeter das geeignetste Mittel, sich Fertigkeit in der Sprache zu erwerben und eine noch nichtgenug geübte Sprache zu einer weiteren Stufe der Vollkommenheit zu erhöhen (IsaZ. I,107. Deutsche Schr. 61, 218). Classiker sind ihm Mosheim, Bünau, Rabener, ganzbesonders Geliert und für die Prosa auch Gottsched, den er nicht genug preisen kann,während er von Klopstock nichts wissen will. Dann behauptet er auch (IssZ. I, 100)ckootorsnr cko solrola cksbsrs UnAuno patriao pous maKis psrituru ssss gnarn iatiuaound hatte die Ausbildung der künftigen Lehrer nach dieser Seite hin theils imSeminare theils in der von ihm gestifteten und geleiteten deutschen Gesellschaft imAuge. Es kam darauf an, Reinigkeit und Richtigkeit der Sprache in den eigenenAufsätzen zu erreichen, was natürlich ohne richtiges Denken nicht möglich ist (deutscheSchr. 56, 77, 223) und praktische Uebung im Reden zu geben (a. a. O. 63).„Werden nicht diejenigen Schulen glücklich sein," sagt er a. a. O. 64, „deren Vor-steher auch in der deutschen Gesellschaft neben der Liebe zu der vielfältig so verab-säumten Muttersprache und Geschicklichkeit sich wohl auszudrücken auch einen größernGrad der Scharfsinnigkeit, der Munterkeit und des Muthes im Vortrag, der Sanft-mut!) und Bescheidenheit durch den Umgang mit allerhand andern aufgeweckten Köpfenund wohlgesitteten Freunden, die zu einer andern und ansehnlichem Lebensart be-stimmt sind, erlanget haben? Wir könnten rechtschaffene Männer nennen, die dessent-wegen bessere Schulleute sind, weil sie sich in der deutschen Gesellschaft zu Leipzigin gedachten Stücken geübt haben/ lieber den damaligen Großschulmeister Gottschedkommt er nicht hinaus, obwohl die neue Blüte der Literatur schon begonnen hatte.
Wer den Grundsatz aufstellt vsrborura ckisoixiiua a rorulir ooZoitiono nuruguaiussxarauäs, (IsaA. I, 75, 112), der mußte auch auf den Unterricht in den sogenanntenRealien ein größeres Gewicht legen als jene Zeit im allgemeinen zugab. Er empfiehlteifrigft Geographie, giebt für den geschichtlichen Unterricht beachtenswerthe Winke, hebt dieGeometrie hervor und macht deren Nutzen für die formale Bildung geltend, redet den Natur-wissenschaften das Wort. Die Wichtigkeit des Unterrichts im Zeichnen hat er nicht verkannt.
Pädag. Encyklopädie. II. S. Ausl. 66