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Gelehrtenschulwesen.
oft entlassen werden mochten, unter dem Namen von sobolsstioi, sobolsrss va^utes,xoliaräi und liistriones im Lande umher. Hatten diese Wanderungen zugleich denZweck, die Gesellen zur Meisterschaft auszubilden, so fiengen im 14. Jahrhundert sog«die Schüler an, ein gleiches unstetes Leben zu führen, was natürlich bald zu einemrohen, wilden Treiben ausarten mußte (s. die Art. ABC-Schützen und Bachanten).
Gelehrt wurde in diesen Schulen hauptsächlich die Grammatik, für welche Auszügeaus dem Donatus, Priscianus und Diomedes benutzt wurden; außerdein wurde sie nachden Glossen des Remigius und aus dem Marinianus, späterhin auch nach des Alexan-der Doctrinale gelehrt. Außerdem wurde die Musik im Dienste kirchlicher Zwecke be-trieben und bei der Kostbarkeit des Papiers und dem Mangel an geschriebenen Büchernsehr viele Gedächtnisübungen angestellt, deren überwiegende Herrschaft erst da gemindertward, als das Papier wohlfeiler wurde und die Dictirmethode zum großen Theil andie Stelle trat. Gelernt wurden das apostolische Symbolum, die sieben Bußpsalmenund einige andere Kirchengesänge; außerdem prägte man die ssntsntias Oatonis (mora-Usati), die eoioZss Ibsoäuli, i-sgulss pnsriiss und den Oisio-Ianus (ein Calender in24 Versen, s. Hirzel, württ. Schulgesetze, S. II.) ein und las abwechselnd, wenigstensin späterer Zeit, Lostbius cks oonsolations, Llauoiui xosmata und die noch schlechterenSachen von 8tsxb. Bisons cks Lontino, liSursntius 6orviuus, 8UA0 Osräillslis u. a.Nur spärlich wurde.Rhetorik, Dialektik und scholastische Philosophie gelehrt.
8- 5. Verhältnis zur Wissenschaft. Allerdings hatten Männer, wie HrabanusMaurus, das Studium der alten Classtker eingeführt und empfohlen, selbst das Grie-chische fand, neben fanatischem Widerspruche, doch auch ausgezeichnete Pflege, wie beidem gelehrten Erzbischof Bruno, dein Bruder Kaiser Otto's I. Aber dessenungeachtetkonnte, so lange die Bildung und der Unterricht ausschließlich in den Händen derGeistlichkeit war, die alte Literatur nur stiefmütterlich behandelt werden. Daher istauch der scheinbare Aufschwung iin karolingischen Zeitalter und sein Nachhall im ottoni-schen ohne Wirkung geblieben, wie die mehrfachen Berührungen mit Byzanz, ausdessen Schatzkammern immer neue Zuflüsse hellenischer Bildung kamen, ohne daß dochein rechter Zusammenhang in den Bestrebungen war. Man sah die lateinische Sprachenur für eine Magd der Kirche an, man las ciceronische Schriften oder auch einenDichter, um Beispiele für die Regeln der Grammatik daraus zu sammeln. „Ein arm-seligeres Fortleben der römischen Auctoren ist kaum zu denken, als wie sie damals zurpropädeutischen Ausbildung der Kleriker oder als mattherzige Nebenbeschäftigung dienten.Und es gieng ihnen nicht bester, wenn sie aus dem Kloster in die Klosterschule und dannin die Hochschule verpflanzt wurden. Auch hier dienten sie den großen Facultätswissen-schaften; ein selbständiges Leben haben sie selbst bei den Geistern ersten Ranges, bei einemAbälard und Johann von Salisbury nicht erlangt. Notizen aus dem Alterthum halfenhöchstens die Lücken eines theologischen oder philosophischen Systems verstopfen, gleichwieman die Marmorsäulen alter Tempel und Paläste ohne Scham zu gemeinem bürger-lichen Gebrauch verwendete." (G. Voigt, die Wiederbelebung des class. Werth., S. 7.)
Zunächst war hierin eine Aenderung auch von den neu gegründeten Universi-täten nicht zu erwarten. Auch diese giengen eigentlich aus einer Reaction gegen dasbisher Bestehende hervor; insbesondere waren sie gegen die separatistische Einseitigkeitder vom Klerus mitgetheilten Bildung, die alle ihre Zwecke auf die Theologie bezog,gerichtet. Sie entstanden aus den freien Vereinen von Lehrern und Schülern (univsr-sitatss ckootoruiu oder maAistroruiu st 8obols.riu.ru seit dem Anfänge des 13. Jahr-hunderts, vorher stuäium Asnsrals oder bloß stnäinw) zur Förderung wissenschaftlicherZwecke ohne Klostergelübde und geistlichen Stand; sie erhielten zuerst im 12. Jahr-hundert ihre Bestätigung und ihre Privilegien. Die einflußreichste dieser ältesten Uni-versitäten war die zu Paris, die 1229 ihre Privilegien erhielt, als Wilhelm von Cham-peaux und Abälard dort schon gelehrt hatten und Petr. Lombardus noch in eifrigerWirksamkeit begriffen war (s. d. Art. Frankreich). Sie widmete sich anfangs den srtss oderden Disciplinen der Philosophie, die ja die sieben freien Künste in sich begriff (der Name