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2 (1878) Dankbarkeit - Globus
Entstehung
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Gedikc.

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befördern; er wollte ihnen als Leiter und väterlicher Freund nützen, nicht sie für dieZwecke seiner Schule abnutzen, dabei aber behielt er stets den Grundsatz im Auge, daßsie nicht wirklich Lehrer irgend eines Gymnasiums seien, sondern es unter seiner Leitungerst werden sollten. Unter den Seminaristen, die sich in seinen Programinen erwähntfinden, sind daher viele, die später im Lehramt hervorgeleuchtet haben, wie Bernhardt,Spilleke, Köpke, Süvern, Gotthold, Hasselbach, Falbe, Rambach, Delbrück, Bredow,Stein und auch Schleiermacher, der als Lehrer, zwar nicht auf den: Gymnasium aberauf der Hochschule, nicht leicht erreicht, schwerlich übertrvffen sein mag.

Lieben der praktischen Thätigkeit Gedike's gieng von Anfang an eine wissenschaftlicheher, die ihn zunächst und überwiegend in das pädagogische Gebiet leitete, aber dochtheilweise auch in das damals wieder erwachende Studium der alten Literatur förderndeingriff. Obgleich er selbst sagt, daß er in die Bahn des Schulmanns mit dein Ent-schluß getreten sei, sie bei der ersten Gelegenheit wieder zu verlassen, so machte er doch,sobald er seinen Berns erkannt hatte, pädagogische Schriften zu seiner Lieblingslectürc.Die philanthropischen Neuerer Basedow und Campe nahmen ihn zunächst für sich einund führten ihn auf die Frage:Sollte es unter den Alten gar keinen Erziehungs-philosophen wie diese gegeben haben?" Hierdurch entstand seine erste pädagogische Schrift:Aristoteles und Basedow oder Fragmente über Erziehung und Schulwesen bei denAlten und Neuern," deren erste Abtheilung Uebersetzung der bei Aristoteles, Platon,Ouintilian und Gellius enthaltenen Gedanken über Erziehung, deren 2te eigne Aufsätzevom Lesenlernen, Sprachstudium, Erfordernisse zur Verbesserung des Schulwesens undVorschläge dazu enthält. Er gab dieselbe schon 1779 als Prorector heraus und ver-kündete schon durch dieses Interesse für allgemeine pädagogische Fragen seine höhere Be-stimmung in diesem Gebiete. Es ergriff ihn die Wahrheit von Quintilians Aeußerung,daß die Anfangsgründe von dem geschicktesten Manne MN besten beigebracht werdenkönnten, und die weitere Verfolgung dieses Gedankens veranlaßte ihn zu tieferem Ein-gehen in die Methode des ersten Unterrichts. So entstand seine meistens dialogischdurchgeführte AbhandlungVom Lesenlernen und andern verwandten Materien," nachwelcher bei dem Kinde zuerst die Methode der Imagination angewendet und auf diesedie des Gedächtnisses folgen soll, sobald dies durch Bearbeitung der sinnlichen Neugierund der Imagination zu einer merklichen Größe herangewachsen sein wird. Der so vor-bereitete Zögling wird freilich erst mit dem zwölften Lebensjahre lesen lernen, aber dannauch in einer Woche und gleich den Begriffen, Empfindungen, Leidenschaften angemessen.Hierauf soll das Schreiben folgen. Von der Richtigkeit seiner Ansicht war G. so über-zeugt, daß er 1791 als Gymnasialdirector einKinderbuch zur ersten Uebung im Lesenohne ABC und Buchstabiren" verfaßte, in welchem er in durchdachter Weise durchführte,die Kinder anstatt der synthetischen durch die analytische Methode lesen zu lehren, d. h.durch die Wörter und zugleich mit den Wörtern die Buchstaben lernen zu lassen. Erhatte beim Gebrauch des Buches vornehmlich auf den häuslichen Unterricht gerechnet,aber der alte Schlendrian beim Lesenlernen wurde sehr bald zweckmäßiger und wirk-samer durch die Lautirmethode überwunden, und so fand seine Methode keinen Eingang.In den AufsätzenVom Sprachstudium überhaupt, Von der lateinischen Sprache, Wo-her der allgemeine Fond zur Schulverbesserung?" äußert sich viel Scharfblick für dieErkennung der vorhandenen Mängel, aber zugleich in den Verbesserungsvorschlägen mehr-jugendlicher Eifer, der auch über die Trümmer gewohnter Zustände hinweg zum Ziele;u rennen strebt, als besonnene Beachtung des Bestehenden und Erstrebung des Mög-lichen. So spricht er unter anderein den halb richtigen aber deshalb nur so gefährlicherenund oft wiederholten Satz aus:Eher ist an keine Schulverbesserung zu denken, bisinan diese Erziehungsmcngerei zu Grabe trägt, bis man alle sogenannten latein. Schulenin den kleinen Städten zu wahren Realschulen umschmilzt und auf den Gymnasien, dieder gelehrten Erziehung gewidmet sind, keinen annimmt, der nicht wirklich znm Gelehrtenbestimmt ist." Das Richtige in dem ersten Thcile dieser Aeußerung hat sich durch die