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2 (1878) Dankbarkeit - Globus
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Ethik.

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schaftliche: t) die Rechtsgesellschaft; 2) das Lohnsystem; 3) das Verwaltungssystem,4 ) die beseelte Gesellschaft (worunterder allgemeine Geist und die Erziehung" eineHauptstelle einnimmt, nachdem schon unter Ziff. 3 dieerziehende Liebe" Platz gefundenhatte). Es ist von Feuerlein a. a. O. S. 243 und 245 richtig darauf hingewiesen,daß, je mehr in Hegels Anschauung von der Wirklichkeit das Moment des Sollens ver-mißt werde (s. unten), um so mehr man sich zu Herbart Hingetrieben fühle, der dasselbenamentlich in Bezug auf das öffentliche Leben geltend gemacht habe; und daß schon dieWeitung der ethischen Ideen aus jenem ursprünglichen ästhetischen Wohlgefallen an dem,was ihnen entspricht, was sie im Musterbilde darstellt, auf Pädagogik hinführe:daßmein Ich, als ein freies, auch wirklich das gebührende Wohlgefallen an der Idee finde,dazu verhilft nicht die Demonstration, aber um so gewißer sittliche Bildung des mora-lischen Urtheils, wie sie auf dem Wege der Erziehung und Selbstbildung gewonnen undbei der Bildsamkeit und Beseeltheit der Wurzeln des Willens errungen und festgehaltenwerden kann. Daher das bedeutende Gewicht, das Herbart allenthalben der Erziehungzuschreibt." (Weiteres darüber s. in dem Art. über diesen Philosophen selbst.) Wennaber mit Obigem das Wesen des sittlich Guten als unmittelbar in den ethischen Ideenvorliegend mehr nur empirisch bestimmt wird, wobei immer noch denkbar wäre, daß essolcher Ideen noch mehrere zu entdecken gäbe: so hat dagegen Schleier mach er jenenGrundbegriff in principieller Weise zu construiren und eben damit der Ethik im Ge-sammtorganismus aller Wissenschaft ihre Stelle auszumitteln gesucht. Er geht aus vondem höchsten Gegensatz, unter dem alles Sein beschlossen sei (Entw. eines Syst, derS. L. Z 46. 47.), nämlich dem der Natur und der Vernunft; das höchste Bild aberdes höchsten Seins, also auch die vollkommenste Auffassung der Gesammtheit alles be-stimmten Seins ist die vollständige Durchdringung und Einheit von Natur und Ver-nunft. So giebt es nun auch nur zwei Hauptwissenschaften, die der Natur und die derVernunft, jeder in ihrem Durchdrungensein von der andern. Wiederum ist jede als Kraftund als Erscheinung (§57) zu fassen, was von jeder ein zwiefaches Wissen erzeugt, einbeschauliches, welches das Wesen ausdrückt, und ein beachtendes, welches Ausdruck ist desDaseins (dasselbe Sein ist in jenem urbildlich, in diesem abbildlich ausgedrückt). Derbeschauliche Ausdruck oder das Erkennen des Wesens der Natur ist die Physik, der be-achtliche Ausdruck oder das Erkennen des Daseins (der Erscheinung) der Natur ist dieNaturkunde. Der beschauliche Ausdruck, oder das Erkennen des Wesens der Vernunftist die Ethik, der beachtliche Ausdruck oder das Erkennen des Daseins der Vernunft istdie Geschichtskunde. Psychologie und Logik gehören (s. bei Schweizer, S. 37 Anm.) nichtzum speculativen Wissen von der Vernunft, sondern zum Wissen von der Natur; Ethikdagegen ist (wie S. 37 genauer gesagt wird) speculatives Wissen um die Gesammtwirk-samkeit der Vernunft auf die Natur. Hier also haben wir im Gegensätze zu der vor-herigen Ausstellung irgend eines Moralprincips, gleichsam eines größten Gebots, eineDefinition des sittlich Guten selbst: es ist das Wirken der Vernunft auf die Natur, dasWalten der Vernunft in der Natur, aber dies wird nun nicht als ein Sollen dargestellt auch hier zeigt sich Schleiermacher als Antinomist; die Ethik ist so gut wie diePhysik eine bloß beschreibende Wissenschaft; eine Physiologie, nicht bloß des Willens,dessen Betrachtung einen sehr untergeordneten Theil derselben ausmacht, sondern der ge-sammten Vernunftwirksamkeit im Menschen und durch ihn auf die gesammte Natur, derenAnfang in der Natur sich nirgends findet und deren Ziel gleichfalls nie erreicht wird(Fichte a. a. O. I. S. 347). Das Ethos ist, wie Feuerlein (a. a. O. S. 295) estreffend bezeichnet, eine kosmische Grundkraft, welche die Welt durchströmt, und bloß imallgemeinen kann gesagt werden, die Vernunft habe die Aufgabe, d. h. die Bestimmung,sich in die Natur hineinzulegen. Ob damit das Wesen des Sittlichen richtig erkanntist, haben wir hier nicht weiter zu erörtern, wir verweisen auf die Kritik dieser Ansichtlei Hartenstein a. a. O. S. 106 ff. und bei Fichte a. a. O. (Wir werdenübrigens unten noch auf Schleiermacher zurückkommen.) Unter die wenigen Puncte,ko Schleiermacher und Hegel sich berühren, gehört die Auffassung der Ethik, wie sie