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Dummheit.
Che.
jeglichen nach seiner Art, Wenns auch dabei verbleiben soll, daß wir beim Feldzugdummer (Schwaben-) Streiche die Neichsstnrmfahne vorantragen als die hierinnen„deutschesten Deutschen." A. Hauber.
Duzen, s. Achtung.
C.
Ekel, s. Abneigung.
Egoismus, s. Selbstsucht.
Ehe. (Vgl. auch den Art. Familie.) — Für dieses wichtige Capitel der Moral,der Rechtskunde und der Culturpolitik müßte auch die Pädagogik schon darum eineStelle offen haben, weil die Ehe selbst für beide Gatten eine unvergleichliche Erziehungs-anstalt ist; wenn es glückt, so kann ein rechter Mann bei seiner Frau, und vielleichtnoch häufiger eine gescheidte Frau bei ihrem Manne Dinge zu Stande bringen, die vorZeiten Vater und Mutter, Präceptoren und Prinzipale durchzusetzen sich vergeblicheMühe gemacht hatten. Von diesem Segen der Ehe, so wie von den übrigen Seitendieses Instituts, die von den genannten anderweitigen Wissenschaften beleuchtet werden,reden wir jedoch selbstverständlich hier nicht. In den Bereich der Pädagogik gehörenvielmehr bloß die drei Fragen: 1) in wiefern überhaupt Ehe und Kindererziehung ihrem,innern Wesen nach Zusammenhängen; 2) in wie weit specieller die Schließung einesEhebundes und das Benehmen der Gatten gegen einander ein für die Kinder und derenGedeihen wichtiges Moment sei; und 3) ob es mit zur Lösung der ganzen Erziehungs-aufgabe zu rechnen sei, auch der Kinder eigenes dereinstiges Eintreten in den Ehestandim Auge zu haben, somit sie hiefür irgend wie direct oder indirect vorzubereiten.
I) Wenn eine Ehe mit einem Kinde gesegnet wird, so wird dadurch der sittlicheGehalt derselben um einen Factor reicher. War nämlich schon durch das ethische Wesender Ehe, — durch die Heiligung ihres Bundes zu einem unauflöslichen, durch dasfreiwillige Sich-binden der Liebe, wodurch diese zur Treue wird, — die animalischeSeite der Ehe, ihre notwendige Naturbasis versittlicht und verklärt, so daß die ehelicheGeschlechtsgemeinschaft nicht mehr die Befriedigung wilder Begierde, sondern als rück-haltsloseste Hingebung auch die höchste Bethätigung der Liebe und somit je für denandern Theil das höchste Jnnewerden derselben ist: so tritt mit der Hoffnung auf einesKindes Geburt und mit dieser selbst ein neues Pfand gegenseitiger Liebe hinzu; dieLiebe der Zwei wird Person in einem Dritten; iin Kinde empfängt der Gatte vomGatten sein eigenes Wesen zurück, aber in geheimnisvollster und doch erkennbarer Weiseverschmolzen mit dem Wesen des Gatten.*) Diese zwei Naturen, die väterliche undmütterliche, entwickeln sich nun im Kinde nach ihrer Verbundenheit zu einem einheitlichenPcrsonleben auch dann, wenn Vater und Mutter bald nach des Kindes Geburt sterben,von ihnen also keine persönliche Einwirkung geistiger Art möglich ist, sie dem Kindealso nichts als das Leben gegeben haben. Aber dieser Fall, der immer als schweresUnglück empfunden wird, kann auch nur als Ausnahme gelten; die Regel dagegen istund muß sein, daß diejenigen, die durch einen physischen Act dem Wesen des Kindesihr eigenes Wesen eingepflanzt haben, auch auf die Entwicklung desselben im gebornenKinde mit allen Mitteln einwirken, die der menschlichen Natur im ganzen Umfang ihrerKräfte verliehen sind. Es gehört zur Versittlichung der Zeugung, daß ihr von Seitender Zeugenden die Erziehung folgt; ebenso gewiß wird auch jene Entwicklung des Kindesnur dann eine gesunde und naturgemäße sein, wenn dieselben Factoren, die es abbild-
*) „Wie wunderbar hat Gott verschlungenIn jedem unser Sein;
Zu lösen ist mir nie gelungen,
Was dein ist oder mein."
Zeller, Lieder des Leids.