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8 (1887) Schule und Haus - Sophisten
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911
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©djulgebiiuöe. 911

gewöhnlich lwh fein, nic^t ju brauchen. ©er garbenton ber ©ede foH §eH fein, manlann ohne Slnßanb bie ©ede rein weiß ftreid)en taffen.

gn ben meiften gälten tonnnt man mit einer ©Ijüre au§, nur für große einflafßge©hüten fönnen jwei ©l)üren erwünfdß fein (namentlich bann, wenn Knaben unb SKäbdjenim felben ßimmer gleichseitig unterrichtet werben) unb ebenfo in größeren §örfälen. ®ieSpüren füllen meber in ber SEattjeberwanb fifcen, weit fie bort ju biet oon bem für anberegmecte höhl* nötigen Staunt megnehmen, nodj fetten fie in ber ber S?att)ebertoanb gegen=übertiegenben fogenannten Stüdwanb fid) beßnben, weit fie bann eine unöfonomifdfe @r=Weiterung entweber be§ SJiittelgangeS jwifdjen ben 23anfreil)en über be§ StaumeS hinter ben©ubfettien nötig machen, ©er paffenbe fptafj für bie ©hüren ift bie ber genfterwanbgegenübertiegenbe fogenannte Dfenwanb be§ ©d)ulsimmer§; wenn nur eine ©Ijüre not=wenbig ift, fo legt man fie an ba§ eine ©nbe ber Dfenmanb, in bie 3£ä^e ber ifatl)eber=

wanb, fo baß fie auf ben swifdjen ben bDrberften ©hultifhen unb ber 3?atf)eberwanb

tiegenben freien 9taum führt; eine jroeite ©hüre würbe am anberen ©nbe ber Dfenmanbanjubringen fein. 3n allen gälten finb bie ©hüren fo in bie SBänbe einjufegen, baß fienicht nach bent ©chutjimmer Ejerein aufgehen, fonbern nach außen ju. ®ie lichte Breiteber ©chulsimmerthüren fott nicht unter 1 m, bie lichte £>öl)e nicht unter 2 m betragen. ®ie©hüren füllen birf)t fdßießen, fie bürfen atfo nicht fogenannte glatte ©l)üren fein, fonbernman muß fie als geftemmte ©hüren unb au§ gefunbem trodenem §ots ^erftetten taffen.§otswer! unb S3efd)lag ber ©t)üre ift mit Ölfarbe ansuftreichen, unb e§ muß hierfür einheller, jum Stnßrid) ber ©djulsimmerwänbe paffenter garbenton gewählt werben;bunfter garbenton giebt ein büftereS Slnfelfen, rein weißer Slnftrich erforbert eine oietöftere Steinigung als folcfie in ber Sieget ju befhaffen fein würbe.

©in ©hulsimmer muß Ijelt fein, e§ barf alfo bei ben genftern loeber an 3^ nohan ©röße gefpart werben; unb eS i|l bei Slnlagen ber genfter auf einen swedmäßigen

Cidhtemfatt 33ebad)t ju nehmen.*) $n lefsterer iöejiehung ift ju bemerlen, baß an ber

Äathebermanb angebradße genßer burd)auS oerwerftid) finb, weil baS bon borther ben©d)ütern gerabe in bie Slugen faKenbe Sid)t für biefe oerberblih ift; baS Slnbringen oongenftern an jwei entgegengefegten SBänben ift ebenfowenig ju empfehlen, weil bei biefer©inrid)tung auf ben SBanbtafeln, harten ec. Ejöd^ft ftörenbe ©lanslidßer entfielen; baSSicht fott ben ©hülern ODrsugSweife Oon ber linlen ©eite her gufatlen, genfter in berSiüdmanb blenben ben Seijrer unb finb beälfalö ebenfalls unjuläffig. Über baS 33er=hältniS beS ©efamtmaßeS ber oon ben genftern eingenommenen gtädje jur @töße beS©hul.simmerS taffen fiel) nur fcEjnoer beftimmte Slngaben mähen, ba bie mehr ober loenigerfreie Sage beS ©hulljaufeS einen wefentlid)en ©influß hinauf h at - ®in fwhßed SJtaßfür bie gefaulte genfterfläd)e brauht überhaupt niht angegeben ju werben, ba ein @d)ul=jimmer niht mol attsuheH fein fann, man finbet auh überall oiet mehr ju bunlle alsgenügenb IjeECe ©huljimmer unb eS lann fid) alfo nur um SSeftimmung beS 9Jtinbeft=maßeS h an beln. Slber auh biefeS teuere iß auS bem oben angegebenen ©runb fhwanfenb,unb eS mag bieS mol bie Urfadje fein, warum man bei ben oerfdjiebenen gahmännernfo wenig übereinftimmenbe Ingaben barüber finbet: bie einen nehmen bie ©efamtfenfter=fläche ininbeftenS gleich ber Duabratmurjel auS bem Subitinl)alt beS gimmerS, bie anberenininbeftenS gteih bem ätüangigßen ©eit biefeS tubitinhalteS, mälfrenb wiber anbere fürjeben ©d)üler 0,15—0,2 qm genfterflähe oerlangen; erfahrungsgemäß wirb baS ©d)ul=äitnmer bei freier Sage unb jmedmäßiger Verteilung ber genfter überall hell genug, wennman bie @efamtfenfterfläd)e gleid) s— 1 /e ber gußbobenflähe nimmt, ©aß burd) bieEinlage Oün $u wenig genftern gegen bie ©efunbljeit ber finber gefünbigt wirb, geigen s. V. bieUnterfuhungen oon Dr. §. ©ot)n in VreStau über bie Urfahen ber ftursßhtigteit unterben ©hullinbern: berfelbe fanb in tjeßen ©orffhuten 1—2°/o JEursßhtige, in bunlteren

*) Sßergt- bierju ben (Erlaß oom 29. 3uni 1883 in bem 3entral6latt für bie preußifheUuterrihtSoerwattung, 1883, @. 612.