910 ©rfjulgcbiiitbc.
gußboben unb bie Ausfüllung jmifdjen ben Valfen ju trogen giebt, bie Oede bagegen anein befonbereS ©ebälf anl)ängt, baS unterhalb ber Oedenbalfen »erläuft unb oon biefenminbeftenS 3—5 Zentimeter abftebt, fo baß alfo jmifdjen gußboben beS oberen unb OedebeS unteren StodeS eine Suftfdjidjt ficO befinbet.
gür bie ©djuljimmertoanbe bat man außer ben fdjon früher ermähnten fJtüdfidjten aufOrodenfjeit unb Sßarmhaltung noch meiter ju beamten, baß bie Oberfläche berfelben nid)tuneben unb rauf), fonbern glatt fein foH, bamit ©taub fid) meniger leid)t anfepen unbleichter abgelehrt raeröen fann. gür ben Anftrich ber SBänbe barf man leine grellengarben mähten, man barf feine giftigen (fupfer= ober arfenitljaltigen) garbftoffe oermenben,unb man barf ben Anftrich nid)t mehrfarbig nehmen, ©in gleichmäßiger heßgraubtauer,ober graugrüner, ober meergrüner Anftrich ift am beften ju empfehlen, unb eS muß berOon ber garbe um fo fjeßrc gehalten merben, je meniger baS ©bbutjimmer oon außenher Sicht erhält, @eroöf)ulid)er ^alffarbanftrid) ift nid)t ju braunen, meil er abfärbt;beffer ift ein Anftricb mit Seimfarbe, ber alle ein bis höähftenS ä'oei Sotyte einer ©r=neuerung bebarf. ©in Anftrich ber VSänbe mit Ölfarbe bietet ben Vorteil, baß burd)biefetbe bie "Poren ber 2Banbgt)pfung auSgefüßt merben, baß fich alfo auf ber 233anbfläd)emeniger organifche ©ubftanjen abfejsen fönnen, unb biefe burd) jeitmeiligeS Abmafcbenrafcb ju ^einigen ift; in betreff ber Soften' merben Seimfarb= unb Ötfarbanflricf) fojiemlicö gteidßi fein, ba bie Soften beS Ölanftrid)S jmar 4— 6 mat fo groß finb als biebeS SeimfarbanftricheS, jener aber im felben Verhältnis länger hält: eS fann fid) abernoch fragen, ob ber Ölfarbanftrich nid)t beSmegen ju üermerfen fein rairb, meil burd) ben=felben bie -Poren beS 2 Banbuerpu( 5 eS gefchloffen unb alfo bie Sufterneuerung burch bieÜßanb Ijtnburd) menn nicht ganj oerhinbert, fo hoch {ebenfalls bebeutenb oerminbert mirb.
©in Anftrich ber "ffiänbe fann unterlaffen merben, menn man eine Verlleibung mit©apeten oornimmt. @S bürfen biefelben, gleidjraie ber Anftrich, nicht farbig gemuftertfein, fonbern fie muffen biefelben gleichmäßigen garbentöne habe» mie fie für bie Anftrid)eangegeben mürben. Oie erften §erfteßungSfoften einer guten ©apejieruug finb größer alsbie für einen Seimfarbanftridj, bagegen bebarf eine ©apegierung in ©djullofalen nur aße5 —6 3fch re e : ner völligen ©rneuerung, uub eS finb fleine Vefcßäbigungen ber 2Banbfläd)eleidjter unb rafcher ju bebeden als bieS bei einem Anftrich möglich ift; bagegen barf molangenommen merben, baß namentlich mutmillige Vefd)äbigungen bei einer SBanböerfteibungmit ©apeten häufiger üorfommen merben, als bei jeber anberen Art 2ßanboerfleibung.
Oie meiften Vorteile rairb mol eine Vertäfelung ber iöänbe mit Vrettern bieten.Oie IDfehrfoften finb gegenüber ben feittjer angegebenen ©inrichtungen OerhältniSmäßignicht groß, bie Süftung burch bie 2Bänbe htoäurd) mirb burd) bie Oäfelung nicht mehrbeeinträchtigt als burch einen SPanboerpug, harten x. laffen fid) überall bequem auf=hängen, unb Vefdjäbigungen ber höläernen SBanboerfleibung fmnmen meit nicht in bemPfaße oor als bei Anmenbung eines VknbpuheS, enblich ift Ipolj ein fd)Ied)terer 2Bärme=leiter als SBanbpuh unb fichert alfo baS ©djuljimmer beffer oor bem ©inbringen oonäußerer Säfte unb §i§e. Plan finbet benn auch mit 9füdficf)t auf lederen llmftanbhäufig menigftenS bie genftermanb ber ©chuljimmer auf einige guß ^öße oom Vobenherauf üertäfelt, obmol eS ficherlid) beffer märe, bieS bei aßen Sßänben beS ©djutäimmerS,menn aud) nur auf 1 —l 1 ^ m £mlje Oom Voben ßramf ju thuu. Oie Vertäfelung iftmit Ölfarbe anjuftreichen ober ju beiden unb ju firniffen, unb eS ift bie garbe in benfür ben Anftrid) ber SBänbe angegebenen Oönen 30 mählen. 3n einjelnen amerifanifd)enSd)ulhäufern finbet mau, jum jpoede ber Vornahme oon ©cfjreibübungen feitenS berSinber, bie VSänbe bis auf 1 V 2 — l 3 u m £rälje oom Voben h^tanf mit fdjmarsenSchiefertafeln oertleibet.
Oie Oede eines ©djuljimmerS foß auS aluftifdjen ©rünben ooßfommen eben fein;Unteipge unter ber Oede, eingelegt in ber 3tid)tung, in ber bie ©djüler nad) bem Sel)rerhinfeßen, finb gur Pot noch e!jer sulaffig, als in auberer 9tid)tung unter ber Oede oer=laufenbe Unterjüge; gemolbte Oeden finb, bie Sd)uläimmer müßten benn ganj außer=