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Lateinischer Unterricht.
8trinAsrs. Xlsgus s§o xarapiirasim ssss intsrpretationsm tantum voio, seck circaso8<Ism 86N8N8 esrtumsn atciue usmulationsm. Die Schulpraxis hat diese Uebunglange festgehalten, Scheffer und Morhof haben sie besonders empfohlen; Gesner*) nochmeinte, Ovids Fasten schickten sich sonderlich dazu, die von dem Poeten nach seiner Artvorgetragene Erzählung in Prosa zu verwandeln; Wolf**) hielt cS für eine der schwerstenUebungeu und schlug Dichtungen vor, welche nicht zu poetisch wären, wie die Aeneideund die Georgien Virgils und die Sermonen des Horaz, damit würde man allmählichin das Wesen des poetischen Stils eindringen; jüngst hat Campe in der vierten pommer-schen Directorenconferenz S. 87 sie wieder vorgesucht. In der That hat Nicode-mus Frischlin Virgil, die Briefe des Horaz und Persius in Prosa verwandelt und vonEilhard Lubin haben wir xsripirrumn Horatii und ccxiirusin lluvsnalis. Der Erklärerwird vielleicht eine solche Uebertragung mit Nutzen gebrauchen, um das Gefühl fürdichterische Schönheit zu Wecken, aber als Stilübung ist cs sicher unzweckmäßig dieDichtung ihres eigentlichen Schmuckes zu entkleiden; leider herrscht dieser Misbrauchnoch vielfach im deutschen Unterrichte. Quintilian hat offenbar etwas anderes im Sinne,denn er redet von einem Wettstreite mit dem Dichter, bei dem man sicherlich auch inErzählungen und Beschreibungen den kürzeren ziehen wird.***)
Uebersetzungeu griechischer Schriften hat Cicero (cts orut. I, 34. Brut. 90, 310. äsoxt. Tenors orat. 5, 14) immer empfohlen und sowohl in seiner Jugend als auch inspäteren Jahren fleißig gemacht. Quintilian (X, 5, 2) führt außer ihm auch andereRedner an (vsrtsrs §rusea in latinum vstsrs8 no8tri orutorss Optimum iuclicudantf)und setzt zugleich den Nutzen auseinander: num st rsrum coxiu Orasei nuctorss abun-äunt st plurimum urtis in elociusntiam intuisruut st Ii 08 trunskorsntilnm vsrbis ntioptimis liest, Omnibus enim utimur N08tri8. Uixuras vsro, guidrm muxims vrnaturoratio, inuitu8 ac varias exoossitanäi stium nscs88itu8 <;uaoäam 68t, ciuia pisrumgnog, Orasoi8 Romana äi88sntiunt. stf) Am passendsten würden immer die Schriftstellersein, welche die meiste Aehnlichkeit mit der lateinischen Ausdrucksweise haben, wie Plato,Xenophon, etwa noch Demosthenes; gewiß nicht Herodot oder die Reden bei Thucydidcs.fff)Jüngst ist man darauf zurückgekommen. M. Seyffert hat die Memorabilien mit latei-nischer Phraseologie versehen; auf der vierten pommerschen Directorenconferenz 1870haben sich schließlich 8 Stimmen dafür und 8 dagegen erklärt; Lehners in einem Han-noverschen Progr. 1874 S. 13 ist aus Mangel an einem passenden Buche auf die Ana-basis gekommen wegen der Aehnlichkeit mit Caesar. Bedenken denn die Herren gar nicht,daß cs von allen griechischen Schriftstellern gute lateinische Uebersetzungeu giebt, diejedermann leicht zugänglich sind? Ebenso unpassend wäre es, den Mctaphrasten eineslateinischen Schriftstellers ins Lateinische zu übersetzen, obgleich wir dergleichen von CicerosSchriften, von Caesar und Eutropius haben. Ganz ungehörig aber ist, was Wolf als dieletzte in der Reihe dieser Hebungen vorschlägt, das Uebertragen aus einer Art des Stils ineine andere, z. B. des Tacitus in Ciceronianische Darstellung, wodurch das Charakteristischedes Autors verloren geht, ebenso wie wenn man Herodot in Attische Prosa überträgt.
Unter den progymnasmatischen Hebungen *st) hatte die Chrie einen vorzüglichenPlatz; Jahrhunderte hindurch hat sie in den Schulen **f) ein unangefochtenes Ansehen
*) Institutionso rsi scliol. p. 75.
**) Arnoldt II, 251.
***) Matthiä, Theorie S. 90.f) Luston. äs rtrst. 2. ?Iin. Upist. VII, 9.
ff) Urasmus cts rat. stuclii p. 329. Uesnsr instit. rsi solroi. p. 73.fff) Arnoldt II, 252. Matthiä Theorie S. 88.
*f) kritsells cls origins prvFxmn. rllstorieorum (Progr. von Grimma 1839) p. 51. I. M.Heinze von den vorläufigen Hebungen der Rede auf Schulen, Progr. Weimar 1785. 1786.
**f) Im vorigen Jahrhundert schrieben selbst Gelehrte „autonische-/ die Reuchlinifche Aussprachewar in Deutschland noch ganz allgemein.