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11 (1878) Rußland; Lateinischer Unterricht; Sprache
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Lateinischer Unterricht.

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in Halle), mit seinen still cultlorls (?) kunäumsnta *) zuerst 1719, seit 1743 von Gesner,seit 1761 von Niclas herausgegeben und noch 1790 wiederholt. Das viel belobte Buch, **)das nur Ruhnken als über kutilis bezeichnet^ behandelt Grammatik, Rhetorik und Logik,denn die zwei übrigen Theile äs vurlis scrixtorllws ln soluta orutious usitutis undäs vurlls cultlorls still usssiusnäi sudslälis berühren die Darstellung gar nicht. Eshat mehr geschadet als genützt, denn das Losungswort der Zeit war elegant und so nannteman das Seltene, Gezierte und Unnatürliche. Darum empfiehlt H. die voees st plrrassssISAUntiorss, die oonstruetlonss rurlorss, die xlirasss sslsetlorss, inAsnlosa inälcla velacumina. Gesner's Anmerkungen, auch einiges von Niclas, sind für nns das alleinnoch Brauchbare in dem Buche. Mehr an die Theorie der Alten schloßen sich anK. H. Lange (ft 1753) mit den lnstitutlonss still Romani (1735 und 1745) und Funckin Rinteln mit den sxsroltationss rlrstoricas äs stilo romano (1737), aber in denpraktischen Fragen kommen beide ebensowenig als Nahmmachers Anleitung (1769) überHeinecke hinaus. Einen Fortschritt veranlaßt I. A. Ernesti, der in einem Abschnitteseiner Rhetorik die Theorie kurz besprochen hatte, durch seine zwei Schüler Scheller(7 1803 in Brieg) und K. L. Bauer (ft 1799 in Hirschberg). Von diesem erschien1775 die Anleitung zum guten und richtigen Ausdruck in der lateinischen Sprache; vonjenem die xrasespta still Yens (?) latini 1779, 1784 und 1797 und auch ein cowxsnälumxrasosxtornm 1780, 1795.***) Er wollte Heinecke verdrängen, aber vermengt auch dasRhetorische und Grammatische und giebt mehr eine weitläufige Beispielsammlung; für dieMethode ist der achte Abschnitt seiner Anleitung, die lateinischen Schriftsteller zu erklären,besser zu gebrauchen. Aus Ernesti's Schule ist auch Gierig (ft 1814) xrascsxta ncmnullast sxsmpla liens älesnäl (1792) und Beck (ft 1832) artis latins äicsnäi xrasospta1801; für akademische Vorlesungen war bestimmt Joh. G. Hasse äs eanssis still latini(Jena 1786 und 1802), ein dürftiger Auszug aus den Vorgängern in schlechtem Latein.F. A. Wolf (Arnoldt II, 244) pflegte die Lehre vom Stil in seinen Vorlesungen indrei Theilen zu behandeln: ssntsntia rsota (Dialektik), smsnäata latluitas (Grammatik)und axta Llotio (Rhetorik); hier besprach er die Wahl des Ausdrucks, besonders dieproxrlstas und entwickelte daraus als allgemeine Eigenschaften der guten Schreibart diepsrsxlenltas, Lignitas, vsnustas st suavltas, schließlich kam er zu den Figuren. Eineweitere Ausführung begann Rath in Halle äs ^rammatlols st rlrstoriols slocntionisromanas xrasosptis lldrl III, von denen aber nur eines, welches die psrsxieuitas be-handelt, 1798 erschienen ist. Nach den Vorlesungen Wolfs gab Fülleborn 1793 einekurze Theorie des lateinischen Stils und einen noch kürzeren Abriß für obere Gymnafial-classen Nieräse (Berlin 1816). A. Matthiäs Entwurf einer Theorie des lateinischenStils (1826) ist aus langjähriger Erfahrung mit sicherem Takte zusammengestellt, aberes ist weder Vollständigkeit erreicht noch Rhetorik und Stilistik scharf geschieden. GrysarsTheorie des lateinischen Stils (1831, 1843) ist nichts als eine ungeordnete Sammlungvon grammatischen und lexikalischen Bemerkungen und allerlei Collectaueen zur Synonymikund zu einem Antibarbarus, mehr Apparat für einen Lehrer als Hülfsbuch für einenSchüler. Eine wissenschaftliche Behandlung gab F. Hand in dem Lehrbuch des lateinischenStils (1833, 1839), eine mehr für die Bedürfnisse der Schule bestimmte F. A. Heimchenin dem Lehrbuche der Theorie des lateinischen Stils (1841, 1848), beide fassen dieCorrectheit und die Schönheit der Darstellung besonders ins Auge. Einen ganz andern Weghat K. Fr. Nägelsbach (ft 1859) in seiner lateinischen Stilistik für Deutsche eingeschlagen(1846, 1852, 1855, vierte Aust, von Autenrieth 1865, fünfte von dem Sohne Karl 1870,sechste von I. Müller 1876). Er verweist die Lehre von der Correctheit in die Grammatik,

*) Der Vorwurf es sei aus Heften von Schurzfleisch entlehnt, ist nicht recht glaublich. Dadieser 1708 gestorben ist und Knauth erst 1725 dessen anslscta stili romani herausgegeben hat, somußten diese eine Uebereinstimmung zeigen; sie sind aber sehr verschieden.

**) Aalms vita IVxttsndaclul p. 85.

***) Vgl. sintenis prolus. sellol. p. 178.

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